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| Di, 29.07.2008 10:35

Kompetenzzentrum Beruf & Familie Baden-Württemberg

Ministerium für Arbeit und Soziales beauftragt die FaFo im Statistischen Landesamt


„Mit dem Kompetenzzentrum Beruf & Familie schaffen wir eine landesweite Informations-, Beratungs- und Unterstützungsstelle für alle baden-württembergischen Arbeitgeber“ so Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz am Montag (28.7.) in Stuttgart. „Ziel ist es, die bereits bestehenden Initiativen und regionalen Netzwerke einzubeziehen und landesweit die Strukturen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu unterstützen und voranzubringen.“ Der Aufbau des Kompetenzzentrums Beruf & Familie Baden-Württemberg geht auf ein Projekt “Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ des Ministeriums für Arbeit und Soziales im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes zurück. Das Kompetenzzentrum sei auch für Arbeitgeber aus dem Non Profit Bereich wie beispielsweise öffentliche Verwaltungen, Kliniken oder Hochschulen ein sachkundiger Ansprechpartner. Zudem solle das Kompetenzzentrum zu einem Impulsgeber und Motor für eine nachhaltige Entwicklung werden. „Wir haben uns für die FaFo als Projektträgerin entschieden, weil hier bereits das notwendige Fachwissen vorhanden ist und sehr gute Arbeit geleistet wird“, erklärte Stolz. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie werden für die Realisierung des Kompetenzzentrums 290.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Die Familienforschung Baden-Württemberg (FaFo) ist deutschlandweit eine einzigartige Einrichtung in einem Statistischen Landesamt. Sie wurde vor mehr als 20 Jahren gegründet und veröffentlicht regelmäßig Beiträge zu allen aktuellen Fragestellungen rund um das Thema Familie sowie zum Themenkreis Familie in der Gesellschaft.

Wettbewerbsvorteile durch familienbewusste Personalpolitik
Eine zukunftsfähige Personalpolitik muss in Zeiten von zurückgehenden Erwerbspersonenzahlen und Fachkräftemangel die familiären Bedingungen der Beschäftigten mit einbeziehen, um im Wettbewerb um Fachkräfte zu bestehen. Wettbewerbsvorteile können sich nicht nur aufgrund des Imagegewinns, sondern auch durch Produktivitätssteigerungen ergeben. Diese basieren auf der Reduzierung von Auszeiten, Fluktuation und Krankenstand sowie der Erhöhung von Motivation und Innovationsfähigkeit.

Leistungen des Kompetenzzentrums
Als zentrale Anlaufstelle bündelt das Kompetenzzentrum Angebote und Kapazitäten in Baden-Württemberg und verbessert damit den Praxistransfer. Für die landesweite Weiterentwicklung ist sie gleichzeitig Motor und Impulsgeber. Da die Vernetzung der Akteure und Aktivitäten häufig zum Ausgangspunkt für eine Weiterentwicklung wird, wird dieses Potenzial, zum Beispiel für zusätzliche passgenaue Angebote im Non-Profit-Sektor genutzt.

Das Kompetenzzentrum bietet deshalb als Plattform

- eine Datenbank mit Praxisbeispielen, konkrete Auskünfte, Arbeitshilfen und Kontakt zu Experten. So gibt z.B. die zentrale Homepage www.familienfreundlicher-Betrieb.de einen Einblick in die vielfältige Praxis der Familienfreundlichkeit in baden-württembergischen Unternehmen,

- für den lokalen Erfahrungsaustausch in Netzwerken Unterstützung durch Beratungs- und Moderationsleistungen; der einzelne Betriebsvertreter profitiert von Veranstaltungskonzepten, die Informationen und Austausch mit der Entwicklung gemeinsamer Projekte durch mehrere Betriebe verbinden,

- die gemeinsame Entwicklung von branchenspezifischen Lösungen, auch für den Non-Profit-Bereich,

- Beratung vor Ort; wenn Arbeitgeber ihre familienbewussten Maßnahmen weiterentwickeln, können neue Strategien und Konzepte beispielsweise für die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege entstehen.

Vernetzung und branchenübergreifender Erfahrungsaustausch
Die Idee des lokalen Erfahrungsaustausches griffen am 25. Juni 2008 Vertreterinnen und Vertreter in Isny ansässiger Einrichtungen und Unternehmen auf. Über Branchengrenzen- und Unternehmensgrößen hinweg tauschten sich die Fachleute über die Angebote in ihren eigenen Betrieben und die Rahmenbedingungen am Standort aus. In der Diskussion wurde so manches interessante Modell z.B. zu flexiblen Arbeitszeiten oder Gesundheitsprogrammen vorgestellt. Moderiert vom städtischen Kinder- und Jugendbeauftragten und einer Referentin vom Kompetenzzentrum erarbeiteten zwei Kleingruppen ihr weiteres Vorgehen. Neben dem Ausbau der Ferienbetreuung wollen die Beteiligten in einem Netzwerk Synergien nutzen – sich über erprobte Lösungswege informieren und gemeinsam neue Maßnahmen entwickeln.

Die FamilienForschung Baden-Württemberg hat vielfältige Erfahrungen mit der Beratung von Politik, Kommunen und Unternehmen. Zukunftsforen, bisher 30 Zukunftswerkstätten und RegioKonferenzen mit insgesamt mehr als 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern tragen zu einer stärkeren Verbreitung familienfreundlicher Anliegen bei. Mit dem Projekt www.familienfreundliche-kommune.de unterstützt sie Gemeinden bei der Weiterentwicklung der kommunalen Familienpolitik.

Weitere Informationen zur FamilienForschung Baden-Württemberg des Statistischen Landesamtes, Böblinger Str. 68, 70199 Stuttgart im Internet über die Homepage Statististischen Landesamtes unter www.statistik-bw.de (Familienforschung).
Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales / Statistisches Landesamt Baden-Württemberg