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Wirtschaft | Mo, 15.04.2013 11:38

Konjunktur im baden-württembergischen Handwerk zu Jahresbeginn stabil

Die Konjunktur im baden-württembergischen Handwerk hatte im letzten Quartal 2012 einen Durchhänger. Aber die kleine Abschwächung scheint zu Ende zu sein. Das ist das Ergebnis der vierteljährlichen Konjunkturumfrage des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT) unter 1.500 Betrieben aller Branchen und Regionen. Der BWHT-Konjunkturindikator notierte bei 48,4 Punkten. Das ist deutlich unter dem Stand des Vorjahresquartales (58,5 Punkte), aber über dem Stand des letzten Quartals 2012 (40,3 Punkte).


„Die Betriebe waren zwar nicht mehr so zufrieden, wie noch vor einem Jahr“, teilte Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle mit, „erwarten aber ein sehr gutes Frühjahrsquartal.“

Die Zufriedenheit der Betriebsinhaber nahm in fast allen Branchen ab. Aber noch immer war knapp die Hälfte der Handwerksunternehmer mit ihren Geschäften im ersten Quartal 2013 zufrieden. Der Anteil der Unzufriedenen hat etwas zugenommen, rund jeder achte Betriebsinhaber beurteilte seine Geschäftslage als schlecht. Besonders stark eingebrochen ist das Kfz-Gewerbe: Die Quote der Unzufriedenen hat sich verdoppelt. Noch vor einem Jahr zählte jeder achte dazu, aktuell jeder vierte. Der Einbruch hatte sich schon im vierten Quartal abgezeichnet. Vor allen Dingen die vielen Kurzzulassungen im Neuwagengeschäft machten den Händlern zu schaffen.

Positive Stimmung herrscht dagegen bei den Baubetrieben. Als einzige Branche waren sie trotz des harten Winters und einem daraus resultierenden massiven Umsatzeinbruch zufriedener als noch vor einem Jahr. In die Zukunft blicken die Betriebe geradezu euphorisch: Rund 83 Prozent der befragten Baubetriebe erwarten ein sehr gutes Frühjahrsquartal, muss doch der angesammelte Auftragsstau abgearbeitet werden. Auch im ersten Quartal stieg der Auftragseingang im Baugewerbe an. Im Durchschnitt gehen zwei von drei befragten Betrieben optimistisch gestimmt ins zweite Quartal.

Auch das Kfz-Gewerbe hofft auf eine Frühjahresbelebung. Zudem haben die Handwerker ihre Belegschaft per Saldo etwas vergrößert: 9,2 Prozent der Befragten haben Personal eingestellt, 7,9 Prozent haben ihre Belegschaft verkleinert. Auch im laufenden Quartal wollen die Handwerker ihren Personalbestand erhöhen. Insbesondere das Bauhauptgewerbe sucht qualifiziertes Personal. Möhrle: „Das ist allerdings mittlerweile schwierig zu finden.“

(Redaktion)