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Wirtschaft | Do, 09.12.2010 10:29

Konjunktur im Südwesten zieht an: Mehr als 44.000 neue Arbeitsplätze

In Baden-Württemberg profitiert inzwischen auch der Arbeitsmarkt von der guten Konjunktur. Wie das Statistische Landesamt nach neuesten Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ mitteilt, waren in Baden-Württemberg im 3. Quartal 2010 insgesamt 5,6 Millionen Menschen erwerbstätig, über 44.000 oder 0,8 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal.


Nachdem der Südwesten von der zurückliegenden Wirtschaftskrise überdurchschnittlich stark betroffen war, konnte die Erwerbstätigenentwicklung im 3. Quartal 2010 erstmals seit Ende 2008 wieder mit der Bundesentwicklung Schritt halten. Gegenüber dem Vorquartal gab es einen Stellenzuwachs um 0,3 Prozent, der fast so stark ausfiel wie zuletzt im Hochkonjunkturjahr 2007 (+ 0,4 Prozent).

Die Erholung auf dem baden-württembergischen Arbeitsmarkt gewann im 3. Quartal 2010 spürbar an Breite und Stabilität. Der Stellenzuwachs gegenüber dem Vorjahr hat sich von 13.000 im 2. Quartal auf 44.000 im 3. Quartal mehr als verdreifacht. Im Produzierenden Gewerbe schrumpfte der Personalrückgang gegenüber dem Vorjahr im 3. Quartal auf 6.000. Im 2. Quartal hatte dieser noch bei 32.000 gelegen. In den Dienstleistungsbereichen verstärkte sich der Zuwachs an Arbeitsplätzen auf fast 51.000.

Das wachsende Vertrauen der Arbeitgeber in den konjunkturellen Aufschwung äußert sich inzwischen in einer zunehmenden Erweiterung ihres Stammpersonals, nachdem in der frühen Aufschwungphase maßgeblich Zeitarbeitnehmer von der guten Konjunktur profitiert hatten. Im September waren unter den fast 4 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer rund 90.000 in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt, 32 000 oder 56 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei den 3,9 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in allen übrigen Wirtschaftsbereichen war der Zuwachs im September mit einem Plus von 33 000 Arbeitsplätzen erstmals wieder etwas stärker als in der Zeitarbeitsbranche.

Spiegelbildlich zur Entwicklung der Erwerbstätigkeit verstärkte sich der seit Mai 2010 zu beobachtende Rückgang der Arbeitslosigkeit. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im November 2010 noch 241.000 Menschen im Land arbeitslos gemeldet, 39.000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote betrug im November 4,3 Prozent und lag um 0,7 Prozentpunkte unter ihrem Vorjahreswert.

(Redaktion)