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Wirtschaft | Fr, 27.12.2013 10:24

Konjunktur in Baden-Württemberg 2013 besser als erwartet

Das Jahr 2013 ist in Schlüsselbranchen der Südwest-Wirtschaft deutlich besser gelaufen als erwartet. Im Januar wurden die Geschäftsperspektiven noch überwiegend negativ bewertet, tatsächlich hielt sich die Industrie dann auf dem Wachstumspfad. So blieb im Maschinenbau die befürchtete Nachfrageschwäche aus. und der Bau verzeichnet seit Jahresmitte wieder steigende Umsätze. Entgegen den Prognosen musste auch die Automobilbranche nicht auf die Bremse treten, sondern konnte 2013 sogar einen Gang höher schalten. Das zeigt der L-Bank Konjunkturindex.


Lag das Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe in Baden-Württemberg im Januar bei minus 0,4 Punkten, erreichte es im November mit 22,8 Punkten den bislang höchsten Wert des Jahres. Das Konjunkturbarometer erweist sich zugleich als aussagekräftiger Frühindikator für die reale Wirtschaftsentwicklung: Nach Einschätzung des Statistischen Landesamtes ist die Südwest-Wirtschaft nach einem „verhaltenen ersten Halbjahr“ im dritten Quartal um 1,25 Prozent gewachsen, für das Schlussquartal prognostizieren die Statistiker ein Plus von rund zwei Prozent.

Auch im Maschinenbau ist die Konjunktur erst im Laufe des Jahres wieder in Schwung gekommen. Nach einem schwachen Beginn liege der Auftragsbestand der Branche derzeit um real ein Prozent über dem Vorjahreswert, teilte der Landesverband Baden-Württemberg des VDMA kürzlich mit. Die „positive Entwicklung“ der letzten drei Monate lasse darauf hoffen, dass der Maschinenbau im Südwesten wieder „auf einen moderaten Wachstumskurs einschwenkt„, kommentierte VDMA-Geschäftsführer Ulrich P. Hermani. Der L-Bank Geschäftsklimaindex für die Branche erreichte im November 19,5 Punkte und damit ein Jahreshoch.

Überdurchschnittlich gut schnitt 2013 die Bauwirtschaft ab. Nachdem der lange Winter eher für frostige Stimmung bei den Unternehmen sorgte, zogen Auftragseingang und Umsatzentwicklung im dritten Quartal deutlich an. Nach Angaben der Landesvereinigung Bauwirtschaft Baden-Württemberg stiegen die Branchenerlöse in den ersten neun Monaten des Jahres um immerhin 2,7 Prozent, das Volumen der Neuaufträge kletterte sogar um 3,2 Prozent. Doch fehlten den Unternehmen zunehmend Fachpersonal, um den Auftragsbestand zu bewältigen. Engpässe gebe es vor allem bei Führungskräften und Bauingenieuren, betonte der Verband.

Auf eine besonders rasante Aufholjagd kann die Automobilindustrie im Südwesten zurückblicken. Hatten zu Jahresbeginn der schwache europäische Markt und die Sorgen über einen Konjunktureinbruch in China die Stimmung stark belastet, ist die befürchtete Krise  ausgeblieben. Der Geschäftsklimaindex verbesserte sich von minus 20 Punkten im Januar auf gut sechs Punkte zur Jahresmitte und schließlich fast 30 Punkte im November.

(Redaktion)