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Wirtschaft | Di, 15.05.2012 11:18

Konjunkturerwartungen des ZEW verschlechtern sich

Die aktuellen Konjunkturerwartungen für Deutschland des Zentrums für Europäische Wirtschaftsförderung (ZEW) sind im Mai 2012 um 12,6 Punkte gefallen. Sie stehen nun bei 10,8 Punkten. Dies ist der erste Rückgang des Indikators nach zuletzt fünf Anstiegen in Folge.


Die Erwartungen für die deutsche Konjunktur auf Sicht von sechs Monaten sind zwar somit noch positiv, haben sich aber im Vergleich zum Vormonat eingetrübt. Zu der Verschlechterung dürfte beitragen, dass es vor dem Hintergrund der Wahlergebnisse in Griechenland und Frankreich unsicherer geworden ist, ob die europäischen Regierungen entschlossen gegen die Staatsschuldenkrise im Euroraum vorgehen.

"Aus Sicht der befragten Finanzmarktexperten haben sich die Unsicherheiten aufgrund der Schuldenkrise im Euroraum in den vergangenen Wochen verstärkt. Wichtig ist nun, dass der Konsolidierungskurs vor dem Hintergrund der Rezession in den Problemländern mit Augenmaß beschritten wird. Wachstum und Konsolidierung schließen sich nicht aus", kommentiert ZEW-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Franz.

Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland hat sich leicht verbessert. Der entsprechende Indikator steigt im Mai um 3,4 Punkte und notiert nun bei 44,1 Punkten. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sind im Mai um 15,5 Punkte gegenüber dem Vormonat gefallen und liegen nun bei minus 2,4 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum ist um 11,2 Punkte gefallen und liegt nun bei minus 60,2 Punkten.

(Redaktion)