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KMU & Freiberufler | Do, 18.04.2013 08:29

Kooperationen steigern den Innovationserfolg von Unternehmen

Jede Zusammenarbeit zwischen verschiedenen kleinen und mittelständischen Unternehmen führt zu einer deutlichen Erhöhung des Innovationserfolges. Zu diesem Ergebnis kommt das Technologiemarketing des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in seiner aktuellen Studie "Innovationstreiber Kooperation - Chancen für den Mittelstand". Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit der EBS Business School sowie den Innovationsberatern von innoexperts erstellt.

KMU kooperieren meist mit Lieferanten, Kunden und Forschungseinrichtungen. (Grafik: DLR)

KMU kooperieren meist mit Lieferanten, Kunden und Forschungseinrichtungen. (Grafik: DLR)


Etwa 90 Prozent der befragten Unternehmen sind in Kooperationen engagiert, dabei werden Lieferanten oder Kunden am Häufigsten als Kooperationspartner genannt. Rund die Hälfte der befragten KMU arbeitet zudem mit universitären oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen zusammen. Die Gründe für die Zusammenarbeit liegen für die befragten Unternehmen hauptsächlich in der Verbesserung bestehender Produkte und Dienstleistungen. Aber auch die Neuentwicklung von Produktinnovationen beziehungsweise Produkt- oder Dienstleistungsvarianten kann ein Thema sein.

Die Untersuchung zeigt deutlich, dass jedes Kooperationsengagement den Innovationserfolg steigert. KMU-Kooperationen mit Forschungsinstituten haben einen besonders positiven Effekt auf die Innovationsfähigkeit. Dabei sind Kooperationen dann am erfolgreichsten, wenn die Partner bereits in frühen Phasen des Innovationsprozesses zusammenarbeiten. Die Möglichkeit, außeruniversitäre Kooperationen mit Forschungseinrichtungen einzugehen, wird jedoch von den meisten Unternehmen noch nicht ausreichend genutzt.

Als wesentliche Auslöser für Innovationen geben die befragten Unternehmen hauptsächlich externe Gründe, wie etwa die Steigerung der Kundenzufriedenheit oder die Erschließung neuer Märkte und Nischen an. Gerade KMU haben jedoch häufig begrenzte Ressourcen im Hinblick auf Fachkräfte und Kapital. Es fällt daher den Unternehmen schwerer, beispielsweise die eigenen Kenntnisse über Kundenbedürfnisse in neue Produkte oder Dienstleistungen umzuwandeln.

Kooperationen können hier wertvolle Unterstützung leisten. Laut Studie führt jedes Kooperationsengagement auch zu einer zumeist deutlichen Verbesserung der Kompetenz innerhalb der Unternehmen. Durch Kooperationen verbessern  sich unter anderem die Produktivität, die Expansion oder aber die Flexibilität im Ressourceneinsatz. Daneben verbessern sich auch  prozessbezogener Aspekte, zum Beispiel sinken die anteiligen Entwicklungskosten.

Manche Unternehmen entwickeln ihre Innovationen nur in sehr geringem Maße in Kooperation mit externen Partnern. Im Wesentlichen befürchten die Unternehmen hier den möglichen Know-how Abfluss an Wettbewerber. Ebenso häufig wird angeführt, dass zeitliche Ressourcen für eine Kooperation fehlen. Bei den Gründen, die gegen eine Kooperation mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen sprechen, zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Hier sind es vorwiegend die vermuteten Kosten sowie mangelnde Informationen bezüglich möglicher Kooperationspartner, die gegen diese Form der Kooperation sprechen.

Die meisten der befragten KMU haben die Bedeutung von Kooperationen erkannt. Häufig mangelt es den Unternehmen jedoch an nötigen Ressourcen, Informationen sowie einem gut ausgebauten Innovations- und Kooperationsmanagement. Hier gilt es für die KMU, geeignete Prozesse und Organisationsstrukturen zu finden und zu gestalten. Kooperationen werden dann erfolgreich, wenn Ziele, Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Vorfeld klar definiert und auch kommuniziert werden. Die Studie bestätigt: Ein gut strukturierter Innovationsprozess sowie die Hinzuziehung externer Projektmanager sind wichtige Erfolgsfaktoren.

Die vollständige Studie steht als PDF zum Download zur Verfügung.

(Redaktion)