Sign In

Welcome, Login to your account.

Wirtschaft | Do, 10.01.2013 12:05

Kräftiger Anstieg bei tariflichen Ausbildungsvergütungen

Für das gesamte Bundesgebiet lag der tarifliche Vergütungsdurchschnitt für Auszubildende 2012 bei 730 Euro pro Monat und damit um 4,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2012. Ermittelt wurden dabei die durchschnittlichen Vergütungen für 184 Berufe in West- und 149 Berufe in Ostdeutschland. In diesen Berufen werden 88 Prozent der Auszubildenden ausgebildet.


Die Auszubildenden in Westdeutschland verdienten 2012 durchschnittlich 737 Euro brutto im Monat. Die tariflichen Ausbildungsvergütungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent. Der Zuwachs fiel damit deutlich stärker aus als 2011 mit 2,9 Prozent.

In Ostdeutschland stiegen die tariflichen Ausbildungsvergütungen 2012 um 5,0 Prozent auf durchschnittlich 674 Euro im Monat. 2011 waren sie um 4,9 Prozent angehoben worden. Der Abstand zum westlichen Tarifniveau hat sich 2012 nicht verändert: Im Osten werden 91 Prozent der westlichen Vergütungshöhe erreicht.

Zwischen den Ausbildungsberufen gibt es jedoch erhebliche Unterschiede in der Vergütungshöhe. Sehr hoch lagen die tariflichen Vergütungsdurchschnitte beispielsweise in den Berufen Mechatroniker/Mechatronikerin (West: 909 Euro, Ost: 885 Euro), Medientechnologe/Medientechnologin Druck (West und Ost: 905 Euro) sowie Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen (West und Ost: 896 Euro).

In Westdeutschland waren auch in den Berufen des Bauhauptgewerbes (zum Beispiel Maurer/Maurerin) sehr hohe Ausbildungslöhne tariflich vereinbart. Sie betrugen dort durchschnittlich 968 Euro im Monat. In Ostdeutschland fielen sie mit 772 Euro deutlich geringer aus.

Eher niedrig waren die tariflichen durchschnittlichen Ausbildungslöhne zum Beispiel bei den Malern und Lackierern (West und Ost: 528 Euro), Bäckern (West und Ost: 500 Euro). Auch  Floristen (West: 460 Euro, Ost: 312 Euro) und Friseure (West: 454 Euro, Ost: 269 Euro) verdienten weniger.

Zwischen den Ausbildungsbereichen bestanden auch 2012 in West- und Ostdeutschland deutliche Unterschiede im Vergütungsniveau. Überdurchschnittlich hohe Ausbildungslöhne wurden in Industrie und Handel (West: 813 Euro, Ost: 730 Euro) und im Öffentlichen Dienst (West und Ost: 792 Euro) erreicht. Unter dem Gesamtdurchschnitt lagen dagegen zum Beispiel die Löhne im Handwerk (West: 606 Euro, Ost: 504 Euro).

(Redaktion)