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Wirtschaft | Mi, 30.03.2016 11:10

Kräftiger Zuwachs der Bruttolöhne und –gehälter

In Baden‑Württemberg ist die Summe der Bruttolöhne und -gehälter im Jahr 2015 dank der guten Arbeitsmarkt- und Konjunkturlage kräftig gestiegen. Wie das Statistische Landesamt nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ mitteilt, waren die Bruttolöhne und -gehälter 2015 im Südwesten mit 192,4 Milliarden Euro um 5,2 Prozent höher als im Jahr 2014. Zurückzuführen ist die Zunahme der Bruttolohn- und -gehaltsumme sowohl auf höhere Durchschnittsverdienste als auch auf eine im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent höhere Arbeitnehmerzahl.


Insbesondere im Dienstleistungssektor verzeichneten die Bruttolöhne und -gehälter im Jahr 2015 mit 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Plus. Ein überdurchschnittlicher Zuwachs ist hierbei in den beiden zusammengefassten Dienstleistungsbereichen „Handel, Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation“ sowie „Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswesen“ zu beobachten. Im Produzierenden Gewerbe entwickelte sich die Summe der Bruttolöhne und -gehälter mit 4,4 Prozent zwar schwächer als im Durchschnitt der Wirtschaftsbereiche insgesamt, allerdings fällt der Zuwachs stärker aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Auch die im Land im Durchschnitt je Arbeitnehmer gezahlten Bruttolöhne und -gehälter übertrafen deutlich ihr Vorjahresniveau. Mit annähernd 35.000 Euro war der Pro-Kopf-Wert im Jahr 2015 um 3,9 Prozent bzw. 1.300 Euro höher als in 2014. Bundesweit lagen die durchschnittlichen Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer mit gut 32.500 Euro um 2,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Für die Bruttolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer ohne marginal Beschäftigte – d.h. ohne Personen, die keine voll sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ausüben, wie ausschließlich geringfügig Beschäftigte und Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten (sogenannte Ein-Euro-Jobs) – ergab sich hierzulande ein Pro-Kopf-Wert von fast 40.230 Euro.

(Redaktion)