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| Mo, 20.10.2008 11:07

Landesausstellung für das Kunsthandwerk in Offenburg eröffnet – drei Staatspreise und drei Anerkennungen verliehen

Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker präsentieren im Museum im Ritterhaus 238 hochwertige kunsthandwerkliche Arbeiten

Logo Wettbewerb Gestaltung Kunst Handwerk 2008


Carola Gänsslen aus Stuttgart und Joachim Lambrecht aus Großschönach mit Keramik-Arbeiten sowie Klaus Seyfang mit Flechtarbeiten sind die drei Staatspreisträger des Wettbewerbs Gestaltung Kunst Handwerk 2008. Der Wettbewerb wurde vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, dem Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg e.V. und der Stadt Offenburg veranstaltet. Im Rahmen der Eröffnung der Landesausstellung für das Kunsthandwerk verliehen heute die Oberbürgermeisterin der Stadt Offenburg Edith Schreiner und Gundolf Fleischer, Staatssekretär im Finanzministerium, die Staatspreise in Höhe von 5.000 Euro sowie drei Anerkennungen in Form einer Urkunde und den Förderpreis für das junge Kunsthandwerk in Höhe von 3.000 Euro.

In der Landesausstellung für das Kunsthandwerk im Museum im Ritterhaus in Offenburg sind vom 19. Oktober 2008 bis 11. Januar 2009 insgesamt 238 Arbeiten von 74 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern zu sehen. Am Wettbewerb beteiligt haben sich 141 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker mit 593 Arbeiten. Eine siebenköpfige Jury wählte die Arbeiten für die Ausstellung sowie die Preise und Anerkennungen aus.

Das Spektrum der präsentierten Arbeiten reicht von der Marionette „Hans Huckebein“ über Schmuck aus edlen und unedlen Materialien, hochwertige Küchenmesser und Filztaschen bis hin zu kleinen Löffeln aus Edelhölzern und handgewobenen Schals. Zu sehen sind Arbeiten aus den Bereichen Schmuck und Gerät, Keramik, Textil, Holz, Glas, Metall, Papier und Korbflechterei sowie Lack- und Buchbindearbeiten und Marionetten.

Die Keramikerin Carola Gänsslen erhielt den Staatspreis für farbig bemalte Schüsseln aus Steinzeug, der Künstler Joachim Lambrecht für mattschwarze, zum Teil an Fruchtschoten erinnernde Gefäßobjekte aus Keramik / Raku. Der dritte Preisträger – der Korbflechter Klaus Seyfang – ist in der Ausstellung mit geflochtenen Körben vertreten, die durch ihre wuchtige Größe fast wie Skulpturen wirken. Vor allem das Zusammenspiel von Farbe und Form begeisterte die Jury. Anerkennungen gingen an den Holzgestalter Friedemann Bühler aus Langenburg für Schalen und Gefäße aus geschwärztem Eichen- und gebleichtem Eschenholz, den Keramiker Bernhard Fricker aus Stuttgart für Gebäudevasen aus Ton und Fayenceglasur sowie die Designerin Tamara Grüner aus Pforzheim für ihre Diplomarbeit „Roxy’s Welt“ – Schalen und Broschen. Den Förderpreis für das junge Kunsthandwerk erhielt der Metallbauermeister David Besenfelder aus Schömberg für Vasen und Schalen aus nicht rostendem Stahl.

Anlässlich der Eröffnung der Landesausstellung wurde heute auch der Hanns-Model-Gedächtnispreis für hervorragende Arbeiten und langjähriges Mitwirken im Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg e.V. an die Keramiker Hans und Renate Heckmann aus Schwäbisch Hall verliehen.

Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre vom Wirtschaftsministerium und dem Bund der Kunsthandwerker jeweils in und mit einer anderen Stadt veranstaltet. Schirmherr ist Ministerpräsident Günther H. Oettinger.

Während der Ausstellung bieten der Bund der Kunsthandwerker und die Stadt Offenburg ein Rahmenprogramm an. Dazu gehören beispielsweise die Veranstaltungen „Kunsthistoriker im Gespräch mit Kunsthandwerkern“ am 9. und 23. November jeweils um 11 Uhr, eine Marionettenvorführung am 6. Januar um 15 Uhr sowie Führungen und museumspädagogische Kurse für Erwachsene und Kinder. Das gesamte Rahmenprogramm ist unter www.wm.baden-wuerttemberg.de zu finden.

Zur Ausstellung erscheint zudem ein Katalog, der zum Preis von 15 Euro in der Ausstellung erworben werden kann.

Die Landesausstellung für das Kunsthandwerk im Museum im Ritterhaus, Ritterstraße 10, in Offenburg ist vom 19. Oktober 2008 bis 11. Januar 2009 täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Geschlossen ist sie am 8. November ab 13 Uhr, am 24, 25. und 31. Dezember 2008 sowie am 1 Januar 2009. Der Eintritt kostet drei Euro, ermäßigt zwei Euro, Schülerinnen und Schüler sowie Besitzer des Oberrheinischen Museumspasses haben freien Eintritt. Am Tag der Eröffnung ist der Eintritt ebenfalls frei.

Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg