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| Fr, 11.07.2008 11:57

Landesstiftung Baden-Württeberg blickt positiv in die Zukunft

Geschäftsjahr 2007 mit positivem Ergebnis / Neue Projekte für 2008 vorgestellt

Pressekonferenz der Landesstiftung Baden-Württemberg (Foto: Landesstiftung Baden-Württemberg)

Pressekonferenz der Landesstiftung Baden-Württemberg


Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat das Geschäftsjahr 2007 positiv abgeschlossen. In der Aufsichtsratssitzung konnte sich Ministerpräsident Günther H. Oettinger vom positiven Ergebnis 2007 und unveränderten Planansätzen für das laufende Geschäftsjahr überzeugen. "Die aktuellen Entwicklungen auf dem Finanzmarkt stellen zwar auch die Landesstiftung vor Herausforderungen. Aber wir konnten uns davon überzeugen, dass sie insgesamt sehr gut aufgestellt ist. Die Landesstiftung wird auch in Zukunft ihre Arbeit erfolgreich fortsetzen", sagte Ministerpräsident Oettinger. Der Geschäftsführer der Landesstiftung, Herbert Moser, ergänzte: "Das ist ein wichtiges Signal für unsere Projektpartner. Denn mit ihnen gemeinsam erreicht die Landesstiftung viel für die Zukunftsfähigkeit Baden-Württembergs."

Die Finanzstrategie der Landesstiftung wird vom Finanzministerium entwickelt und umgesetzt. So erläutert der für die Vermögensverwaltung zuständige Geschäftsführer Walter Leibold das Ergebnis: "Die Landesstiftung konnte die an sie gestellten Ertragserwartungen von durchschnittlich 75 Mio. € pro Jahr (nach Kosten) auch im Jahr 2007 erfüllen. Die Finanzierung der für das Geschäftsjahr 2007 beschlossenen Projekte ist damit sicher gestellt. Daneben wird aus dem Überschuss aus der Vermögensverwaltung zum inflationsbereinigten Erhalt des Kapitals der Landesstiftung eine Rücklage gebildet. Die Performance seit Auflegung lag zum Geschäftsjahresende der Investmentfonds am 31. Oktober 2007 bei 5,0% pro Jahr. Im laufenden Geschäftsjahr wurden einige Umschichtungen vorgenommen und vermehrt am Geldmarkt angelegt. Die in den Wirtschaftsplan eingestellten Projektaufwendungen können somit wie geplant finanziert werden."

Der Aufsichtsratsvorsitzende gab überdies eine personelle Veränderung des Aufsichtsrats bekannt. Anstelle des ausgeschiedenen Finanzministers Gerhard Stratthaus wurde Staatsminister Prof. Dr. Wolfgang Reinhart zum Mitglied des Aufsichtsrates berufen. Der jetzige Finanzminister Willi Stächele bleibt in seinem Amt als Aufsichtsratsmitglied.

Thematische Schwerpunkte
Der Aufsichtsrat ist in seinen Entscheidungen maßgeblich der Empfehlung der Geschäftsführung gefolgt. In der strategischen Forschung wird die Stiftung das Programm "Neue Methoden in den Lebenswissenschaften" ausschreiben. Damit trägt sie sowohl dem zentralen Thema Lebenswissenschaften Rechnung als auch der immer wichtigeren Vernetzung in den Gebieten der Biologie, Biochemie, Biophysik, Pharmazie und Medizin.

Den Nachwuchsmangel in naturwissenschaftlichen Berufen geht die Landesstiftung mehrstufig an. Das fahrbare S1-Gentechniklabor "BioLab Baden-Württemberg on Tour" wird bis 2011 an Schulen über Lebenswissenschaften und Biotechnologie informieren. Seit dem Start im Jahr 2003 haben sich rund 180.000 Besucher informieren und unter realen Laborbedingungen Experimente an Labor-Geräten der neuesten Generation durchführen können. Die Landesstiftung sorgt mit der Verlängerung dafür, dass das rollende Labor bis Juni 2011 an weiteren rund 300 Schulen vorfahren kann. Finanziell unterstützt wird das Projekt wiederum von den Chemischen Verbänden (0,1 Mio. €).

Ein Schritt in die gleiche Richtung: Mit Artur Fischer hat die Landesstiftung die Stiftung Artur Fischer Erfinderpreis auf den Weg gebracht. Nachdem Artur Fischer im Mai weitere 100.000 Euro in das Stiftungskapital der Unterstiftung eingebracht hat, hat nun auch die Landesstiftung 100.000 Euro zugestiftet – die höheren Erträge sollen der alle zwei Jahre stattfindenden Preisverleihung zugute kommen.

Junge Wissenschaftler brauchen Chancen. Mit dem Eliteprogramm für Postdoktorandinnen und -doktoranden unterstützt die Landesstiftung exzellente Forscher auf ihrem Weg zu Hochschullehrern. Das erfolgreiche Programm der Landesstiftung wird auch im kommenden Jahr mit einer Mio. Euro fortgesetzt.

Außerdem hat der Aufsichtsrat für das Programm "Sag’ mal was – Sprachförderung im Vorschulalter" weitere 2 Mio. Euro bereitgestellt. Mit der nun anstehenden Förderrunde 2008/2009 werden rund 80.000 Kinder an den Sprachfördermaßnahmen der Landesstiftung teilgenommen haben.
Aus der bereits beschlossenen Denkmallinie stellt die Landesstiftung Baden-Württemberg bis zu 480.000 Euro für die Restaurierung des Kreuzgangs von St. Peter in Bad Wimpfen und knapp 270.000 für den Umbau des Klosters Inzigkofen zur Verfügung.

Die gemeinnützige LANDESSTIFTUNG Baden-Württemberg ist eine der großen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige Stiftung, die in außergewöhnlicher Themenbreite dauerhaft, unparteiisch und ausschließlich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert - und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger.

Quelle (Text und Bild): Landesstiftung Baden-Württemberg