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Wirtschaft | Do, 21.02.2013 11:09

Langzeitkonten wenig verbreitet

Bei nur insgesamt zwei Prozent aller Betriebe können Arbeitnehmer Zeitguthaben auf separaten Langzeitkonten buchen. Bei den größeren Betrieben ist der Anteil in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).


Langzeitkonten ermöglichen den Beschäftigten längere Arbeitsunterbrechungen bei vollem Gehalt. Das kann zum Beispiel für Sabbaticals, Weiterbildungs- oder Familienzeiten genutzt werden. Altersbezogene Langzeitkonten erlauben einen vorzeitigen Ruhestand oder Altersteilzeit ohne staatliche Unterstützung.

Bei kleineren Betrieben mit weniger als 250 Mitarbeitern sind Langzeitkonten seit Jahren sehr wenig verbreitet. Bei den mittleren Betrieben verfügen zwölf Prozent über Langzeitkonten. Genauso hoch lag der Anteil bereits im Jahr 2002. Bei den größeren Betrieben mit mindestens 500 Beschäftigten steigt die Tendenz: Vor zehn Jahren haben noch zwölf Prozent der größeren Betriebe Mitarbeitern ein separates Langzeitkonto angeboten. Inzwischen bieten 22 Prozent diese Möglichkeit.

Arbeitnehmer verwenden die angesparte Zeit am häufigsten für längere Freistellungen oder Familienzeiten. Für Weiterbildung werden die Guthaben seltener genutzt. „Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass Weiterbildung in den Betrieben im Rahmen der normalen Arbeitszeit und/oder auf Initiative der Beschäftigten neben dem Beruf erfolgt“, schreiben die IAB-Forscher.

Insgesamt hat der Anteil der Betriebe, die über Arbeitszeitkonten verfügen, erheblich zugenommen. Im Jahr 1999 lag der Anteil noch bei 18 Prozent. 2011 erreichte er fast 34 Prozent. Da es sich dabei oft um größere Betriebe handelt, ist der Anteil der Beschäftigten mit Arbeitszeitkonto noch höher: Er liegt mittlerweile bei 54 Prozent.

(Redaktion)