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| Mi, 02.06.2010 09:37

Lasys 2010: Laser hat Schlüsselrolle in der Medizintechnik

Auf der Lasys 2010, die vom 8. bis 10. Juni auf dem Stuttgarter Messegelände stattfinden wird, können sich Experten und alle, die sich für Lasertechnologien und -Anwendungen interessieren, von den Vorteilen des Lasers beim Einsatz in der Medizintechnik überzeugen.

Ein Herzschrittmacher kann beispielsweise mit der TruMark Station 1000, ein sehr kompakter Laserarbeitsplatz, dauerhaft und abriebfest beschriftet werden. Die Trumpf GmbH & Co. KG wird auf der Lasys 2010 mit zahlreichen innovativen Lasersystemen aufwarten (Foto: Messe Stuttgart).

Ein Herzschrittmacher kann beispielsweise mit der TruMark Station 1000, ein sehr kompakter Laserarbeitsplatz, dauerhaft und abriebfest beschriftet werden. Die Trumpf GmbH & Co. KG wird auf der Lasys 2010 mit zahlreichen innovativen Lasersystemen aufwarten (Foto: Messe Stuttgart).


Die Lasys setzt eigene Maßstäbe und versteht sich als material- und branchenübergreifende Fachmesse. Dadurch grenzt sie sich von der bestehenden Messelandschaft ab. Sie wird heuer zum zweiten Mal ausgerichtet. Das Präsentationsspektrum umfasst vor allem Laseranwendungen und Produktlösungen, Laser-Fertigungssysteme für die Mikro- und Makromaterialbearbeitung und für die Feinwerktechnik sowie zugehörige Komponenten.

Der Laser feiert dieses Jahr seinen 50ten Geburtstag. „Seine Anwendungsvielfalt und seine besonderen Fähigkeiten beim Schneiden, Schweißen und Beschriften, machen ihn zum unverzichtbaren Werkzeug für die Herstellung von medizintechnischen Produkten. Denn er arbeitet schnell und zuverlässig in konstant reproduzierbarer Qualität“, erläutert Alexander Knitsch, Applikationsexperte für Laser in der Medizintechnik bei der Trumpf GmbH und Co. KG. Weder Riefen, Rillen, Grate oder Furchen beeinträchtigten die Hygiene. „Lasergeschweißte Nähte, etwa an Endoskoprohren, haben eine porenfreie, glatte Oberfläche und die gleiche Biokompatibilität wie der Grundwerkstoff“, berichtet Knitsch weiter. Und was Laserbeschriftungen an Instrumenten angehe, könnten ihnen, so der Experte, selbst hoch alkalische Desinfektionen und Hochtemperatur-Sterilisation nichts anhaben.

Mandy Gebhardt, Leiterin der Marketingabteilung der 3D-Micromac AG, sieht wichtige Anwendungsgebiete des Lasers im Bereich des Mikrobohrens etwa von Kanülen, Implantaten oder Filtersystemen, des Feinschneidens von Kathetern oder Klingen für die minimalinvasive oder Augen-Chirurgie oder auch des Mikrostrukturierens von Implantaten sowie des Mikrogravierens. Eines der Produkt-Highlights, das die 3D-Micromac AG auf der Lasys 2010 präsentieren wird, ist das Lasermarkiersystem microCODE, das speziell für die Innenmarkierung von transparenten Materialien gedacht ist. Die Kennzeichnung wird statt auf das Material, in das Material hineingeschrieben – zwei- oder dreidimensional.

Nach Aussagen der Experten wird die Bedeutung des Lasers als Produktionswerkzeug in der Medizintechnik weiter zunehmen. Zu erwarten sind unter anderem: neue und noch schnellere Bearbeitungsverfahren etwa durch höhere Pulsrepetierraten, bessere Preisbildung bei gesteigerter Leistung, feinste Strahldurchmesser, weniger Nachbearbeitung an Bauteilen.

Weitere zukunftsweisende Themen sowie neueste Innovationen und Systemlösungen rund um den Laser in der Materialbearbeitung wird die Lasys 2010 auf zirka 15.000 Bruttoquadratmetern in den Hallen der Neuen Messe Stuttgart präsentieren. Rund 200 Aussteller werden erwartet. Ein hochkarätiges Rahmenprogramm, das unter anderem durch die renommierten Stuttgarter Lasertage (SLT) sowie das 11. Internationale Symposium on Laser Precision Microfabrication (LPM) bereichert wird, sorgt für den wertvollen Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie. Die Erstveranstaltung der Lasys im Jahr 2008 zog bereits Besucher aus 30 unterschiedlichen Branchen an, was den branchenübergreifenden Charakter der internationalen Laserfachmesse kräftig unterstreicht.

(Redaktion/Messe Stuttgart)