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KMU & Freiberufler | Mo, 11.07.2011 14:56

Lean-Management für KMU: KVP-Kultur in kleinen Schritten lernen und leben

Von: Manuela Häufle, Petra Thiel

Der japanische Begriff Kaizen bedeutet „das Gute verbessern“ oder „Veränderung zum Besseren“. Mit gleicher inhaltlicher Bedeutung wird Kaizen in der deutschen Übersetzung als Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) bezeichnet.

Die Vorgehensweise des KVP beruht auf dem PDCA-Zyklus (Grafik: Häufle/Thiel).

Die Vorgehensweise des KVP beruht auf dem PDCA-Zyklus (Grafik: Häufle/Thiel).


KVP unterscheidet sich jedoch ganz maßgeblich von traditionellen Rationalisierungsaktionen, da es hier nicht um große Innovationen, sondern um kleine, aber kontinuierliche Fortschritte geht.

KVP bringt auf prägnante Weise den gemeinsamen Kern verschiedener Konzepte und Methoden für effektivitäts- und effizienzsteigernde Veränderungen von Organisationen zum Ausdruck. Der Kunde ist dabei stets die wichtigste Orientierung. Alle im Unternehmen ablaufenden Prozesse werden auf ihn ausgerichtet.

Der Grundgedanke von KVP ist die stetige Verbesserung der Qualität und Effizienz in einem Unternehmen, KVP hört nie auf.

Wesentlich für diese Philosophie ist die Aktivierung eigenverantwortlicher Denk- und Verhaltensweisen bei allen Mitarbeitern im Unternehmen, der folgende Denkweisen zu Grunde liegen:

  • Verbesserungs- und Nachhaltigkeitsorientierung
  • Mitarbeiterorientierung
  • Qualitätsorientierung
  • Prozess- und Ergebnisorientierung
  • Kunden-Lieferanten-Beziehungen
  • In Daten sprechen

Das Anwenden von KVP ist eine systematische Vorgehensweise des Planens, Durchführens, Checkens und Agierens, so dass alle Abläufe und Verfahren kontinuierlich verbessert werden können (siehe Grafik).

1. Plan: Im ersten Schritt wird das Verbesserungsthema festgelegt, Informationen gesammelt, um die Ursachen zu finden, dann wird das Verbesserungsziel formuliert und die Maßnahmen festgelegt.

2. Do: Im nächsten Schritt werden die Maßnahmen umgesetzt und dokumentiert und Termine eingehalten

3. Check: Im dritten Schritt werden die Ergebnisse kontrolliert, erfasst und visualisiert.

4. Act: Im letzten Schritt wird ein Soll-Ist-Vergleich durchgeführt. Sind die Ziele erreicht, wird die Maßnahme standardisiert, andererseits beginnt der Prozess von Neuem.

Alle Mitarbeiter und Führungskräfte bekommen somit die Aufgabe, durch kontinuierliche Verbesserung zum Erfolg des Unternehmens beizutragen. Im Mittelpunkt steht der kompetente und kreative Mitarbeiter, der auf die permanent wechselnden Bedingungen des Marktes flexibel reagieren kann.

Das Ziel jedes Unternehmens muss es daher sein, sich stets und ständig weiterzuentwickeln.

„Viele kleine Schritte führen zum Erfolg“

Zu den Autoren:

Dipl.-Betr. (BA) Manuela Häufle ist Expertin im Bereich Prozessoptimierung und Industriemechanik. Mehr dazu ist unter www.haeufle-optimierung.de nachlesbar.

Petra Thiel ist REFA-Engineer, Six Sigma Black Belt und Spezialistin für Lean-Management- Methoden. Mehr dazu: www.swiss-lean-consulting.ch.