Sign In

Welcome, Login to your account.

| Fr, 25.09.2009 10:09

Marbacher Hengstparaden am 27. September, 3. und 4. Oktober 2009

„Ruhiges, warmes Herbstwochenende mit Temperaturen um die 20 Grad“, so lautet der Wetterbericht bei wetter.info für die erste Hengstparade am Sonntag, 27. September 2009. Und auch die weitere Prognose klingt positiv: Für die zweite und dritte Hengstparade am 3. und 4. Oktober ist ebenfalls mit strahlendem Sonnenschein zu rechnen. Die Besucher der Hengstparaden erwartet neben dem einmaligen Farbschauspiel der herbstlichen Schwäbischen Alb ein deutschungarisches Feuerwerk der Pferdeschaubilder in der Hengstparade-Arena.

Vollendete Fahrkunst: Zu sehen bei den Marbacher Hengstparaden am 27. September, 3. Oktober und 4. Oktober (Foto: Bioselle).

Vollendete Fahrkunst: Zu sehen bei den Marbacher Hengstparaden am 27. September, 3. Oktober und 4. Oktober (Foto: Bioselle).


Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger lässt es sich am Tag der Bundestagswahl nicht nehmen, vor den ersten Hochrechnungen die große Gestütsschau gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Peter Hauk, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch und Ministerialdirektor Dr. Albrecht Rittmann sowie zahlreichen geladenen Ehrengästen die Paraden anzusehen. „Es ist bereits der zweite Besuch des Ministerpräsidenten in diesem Jahr in Marbach“, sagt Gestütsleiterin Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, „wir freuen uns sehr über die große Unterstützung, die wir von Seiten der Landesregierung erfahren“.

Aus Schloss Friedrichshafen reisen Seine Königliche Hoheit Friedrich Herzog von Württemberg und seine Gemahlin Marie Herzogin von Württemberg mit Gästen aus Großbritannien an und werden im historischen Landauer in den Hengstparadeplatz eingefahren. Die Vorfahren Friedrich Herzogs von Württemberg gründeten vor über 500 Jahren das Gestüt Marbach, und König Wilhelm I. war es, der im Jahr 1817 mit großer Weitsicht das Hofgestüt nach Weil verlegte und das Haupt- und Landgestüt Marbach mit den drei Gestütshöfen Marbach, Offenhausen und St. Johann so zusammenfügte, wie es bis heute besteht.

Ein besonders herzliches Willkommen im Haupt- und Landgestüt Marbach gilt in diesem Jahr den Vertretern des Gastlandes Ungarn, allen voran der Generalkonsul der Republik Ungarn, Herr József Kóvacs (München) und der Honorarkonsul Rolf Kurz (Fellbach) sowie den Repräsentanten der ungarischen Pferdezuchtverbände, Dr. Walter Hecker, Herrn Tamás Rombauer und Professor Imre Bodó. Aus Österreich erwartet Minister Peter Hauk seinen Kollegen in der Vorarlberger Landesregierung, den Landesrat Ing. Erich Schwärzler. Am Wahltag werden keine Bundestagsabgeordneten nach Marbach kommen, dafür haben sich gleich drei Mitglieder des Europäischen Parlaments angesagt: Daniel Caspary, Rainer Wieland und Peter Simon nutzen die Gelegenheit, die gerade mit dem Titel „UNESCO-Biosphärengebiet“ ausgezeichnete Region Schwäbische Alb zu besuchen. Zahlreiche Mitglieder des Landtags haben ihr Kommen avisiert, an ihrer Spitze Landtagsvizepräsidentin Christa Vossschulte.

Die Liste der Ehrengäste aus Politik, Verbänden, Wirtschaft und Gesellschaft ist lang. Regierungspräsident Hermann Strampfer, Landrat Thomas Reumann, Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und Gomadingens Bürgermeister Klemens Betz geben sich ebenso die Ehre wie zehn Verbandspräsidenten, darunter Gerhard Ziegler vom Pferdesportverband Baden- Württemberg, Klaus Kellhammer und Monika Gstach für den Pferdezuchtverband Baden-Württemberg, Präsident Joachim Rukwied vom Landesbauernverband Baden-Württemberg, Dr. Karlheinz Becker vom Förderverein Marbach und Dr. Heinz Eisenmann von der Landestierärztekammer Baden-Württemberg sowie eine Reihe von Vorsitzenden der Pferdezuchtvereine von Hohenlohe bis zum Bodensee.

Zwei große Künstler, die eng mit den Marbacher Pferden verbunden sind, reisen zur ersten Hengstparade an: der berühmte Pferdemaler Klaus Philipp, der die beiden Marbacher Hauptvererber STAN THE MAN xx und Elitehengst GARDEZ in Öl verewigte, und der Künstler Ingo Koblischek, der die fast lebensgroße Bronze des weltbekannten Wüstenarabers HADBAN ENZAHI ox für den Gestütshof Marbach schuf. Christian Grzimek, der Enkel des legendären Tierfilmers Professor Dr. Bernhard Grzimek („Ein Platz für Tiere“, „Serengeti darf nicht sterben“), freut sich bereits auf seinen Besuch im Haupt- und Landgestüt Marbach, von dem er eine Reihe von Fotografien in dem von seinem Großvater und Vater gegründeten wissenschaftlichen Bildarchiv „Okapia“ archiviert hat.

Die Protagonisten der Hengstparaden sind aber die Vierbeiner: In schneller Folge reihen sich faszinierende Schaunummern an informative Beiträge aus Zucht und Sport: Neben den klassischen Schaunummern, die bei keiner Marbacher Hengstparade fehlen dürfen, wie die Pferderassenschau – dieses Mal mit Ponyrassen –, die Hengstquadrille oder die beeindruckenden freilaufenden Vollblutaraberstuten stehen in diesem Jahr die Gäste aus Ungarn im Mittelpunkt: 25 Pferde und 50 zweibeinige Akteure aus Ungarn bereichern das vielfältige Marbacher Programm mit rasanten und stimmungsvollen Schaubildern. Mit dabei ist das traditionsreiche Staatsgestüt Bábolna, das Ursprungsgestüt der Shagya- Araber. Die edlen Pferde werden in einer Springquadrille und im berittenen Fanfarenzug zu sehen sein, der zu den Hauptattraktionen Bábolnas gehört. Artistisch sind die Darbietungen der Steppenreiter Gábor Bíro und Péter Kürti. Begleitet von einem Trommelorchester demonstrieren sie die ungarische Tradition der berittenen Bogenschützen. Familie Mészáros gibt einen Einblick in die Reitkünste der Puszta, zu denen auch die ungarische Post gehört. Hier stehen die Marbacher Reiter den Gästen nicht nach. Sie zeigen die „Fünfer-Post“ mit Schwarzwälder Kaltblütern.

Vollendete Fahrkunst mit verschiedenen Anspannungen, vom Einspänner über das Tandem bis zum Zehnspänner zeigen die Marbacher „Gestüter“. Und dass Römische Reiter vom Jahr 70 n.Chr. bis ins 4. Jahrhundert n.Chr. in Gomadingen-Marbach stationiert waren, wie kürzlich durch geomagnetische Untersuchungen belegt werden konnte, wussten die Marbacher Kampfwagenfahrer mit ihren Quadrigen schon immer. Sie bringen im wahrsten Sinne des Wortes „schlagkräftige“ Beweise mit. Lassen Sie sich überraschen!

Die Marbacher Hengstparaden finden am 27. September, 3. Oktober und 4. Oktober jeweils von 12 bis ca. 16 Uhr statt. Eintrittskarten zum Preis von 20 Euro für Erwachsene und 14 Euro für Kinder können beim Haupt- und Landgestüt Marbach, Telefon (0 73 85) 96 95-45, oder im Internet  (siehe Link), bestellt werden. Die Tageskassen öffnen jeweils um 9 Uhr, ab 10 Uhr gibt es jeweils ein Rahmenprogramm mit Musik aus Ungarn und von der Musikkapelle Upfingen, Köstlichkeiten aus der „Schmeck-den-Süden“-Küche und einer Ausstellung mit rund 30 Informations- und Verkaufsständen.

(HuL Marbach)