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Wirtschaft | Fr, 31.01.2014 13:04

Maschenindustrie geht mit Zuversicht ins neue Jahr

Die Unternehmen der deutschen Maschen- und Miederindustrie vermelden steigende Umsätze bei guter Auftragslage. Für die kommenden Monate erwarten 95 Prozent der Betriebe ein wachsendes oder mindestens gleichbleibendes Geschäftsvolumen. Das ist das Ergebnis der Geschäftsklima-Umfrage von Gesamtmasche im Januar.


War die Nachfrage aus den Hauptabsatzmärkten in Europa Ende 2013 noch verhalten, zeigen sich inzwischen fast vier Fünftel der Hersteller mit ihren Exporten zufrieden. Das sind 20 Prozent mehr als noch im Herbst. Der überwiegende Teil des Wachstums fußt allerdings nach wie vor auf dem Inlandsmarkt.

Der Geschäftsklimaindex Masche hat sich um nahezu acht Indexpunkte auf einen Wert von 20,84 Punkten verbessert. Das ist die beste Bewertung der Branchenkonjunktur durch die Hersteller seit drei Jahren. Ihre aktuelle Geschäftslage beurteilen die Unternehmen sogar mit 24,24 Punkten. Die Kapazitätsauslastung hat sich weiter verbessert: 96 Prozent der Maschenunternehmen bezeichnen sie als gut oder zufriedenstellend.

Bei den Wäscheunternehmen sagen dies sogar 100 Prozent. Für das erste Halbjahr erwarten sie eine Fortsetzung der hohen Auslastung. Mit ihren aktuellen Umsätzen sind 10 Prozent mehr Hersteller zufrieden als im vorangegangenen Quartal.

Das weltwirtschaftliche Umfeld hat sich im Verlauf des vergangenen Jahres auch für die Maschenindustrie aufgehellt. Noch sind in Europa und in einigen Schwellenländern große strukturelle Anpassungen zu bewältigen. Das wirkt dämpfend auf den Konsum. Die aktuelle Wachstumsprognose von plus 3,6 Prozent für die Weltwirtschaft stimmt dennoch hoffnungsvoll.

Die stärksten Impulse gehen dabei nicht von den Schwellenländern, sondern von den Industriestaaten aus, insbesondere von den USA. Entsprechend sind die Exporte der Maschenbranche wieder im Aufwind. Sie stiegen in den ersten elf Monaten 2013 in die USA um zehn, nach Russland um sechs und nach Osteuropa insgesamt um sieben Prozent. Auch die Ausfuhr in die Schweiz ist mit plus sieben Prozent deutlich erholt. Bei den Exporten in die EU-15-Staaten vermeldet die Maschenindustrie eine schwarze Null und schneidet damit besser ab als alle anderen Teilbranchen des Textil- und Bekleidungssektors. Wäsche und Miederwaren lagen mit ihren Lieferungen nach Westeuropa bereits wieder im deutlich positiven Bereich.

(Redaktion)