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Wirtschaft | Fr, 15.11.2013 08:11

Maschenindustrie mit stabilen Geschäftsaussichten

Die Unternehmen der deutschen Maschen- und Miederindustrie beurteilen ihre Ertragslage derzeit deutlich besser als noch im Sommer. Die Mehrheit der Unternehmen erwartet für die letzten Monate des Jahres gleichbleibende oder steigende Umsätze im In- und Ausland. Das ist das Ergebnis der Geschäftsklima-Umfrage von Gesamtmasche im Oktober.


Die Auslandsimpulse aus den europäischen Hauptabsatzmärkten sind allerdings nach wie vor verhalten. Triebfeder des Geschäfts ist weiterhin der deutsche Markt. Viele Maschenhersteller forcieren den Absatz in Schwellenländern, um sich von Europa unabhängiger zu machen.

Der Geschäftsklimaindex Masche hat sich um über 10 Indexpunkte auf einen Wert von 14,1 Punkten verbessert. So gut haben die Hersteller die Branchenkonjunktur seit Anfang 2011 nicht mehr bewertet. Ihre aktuelle Geschäftslage beurteilen die Betriebe sogar mit 18,89 Punkten. Neun von zehn Maschenunternehmen bezeichnen ihre Kapazitätsauslastung als gut oder zufriedenstellend. Bei den Wäscheunternehmen sind dies sogar 100 Prozent bei entsprechend befriedigender Umsatzsituation. In der Folge kletterte der Teilindex Wäsche auf 30 Punkte.

Fast 87 Prozent der Maschenhersteller sind mit ihren aktuellen Inlandsumsätzen zufrieden und glauben, dass sich ihr Geschäft in den nächsten Monaten stabil weiterentwickelt. Im Bereich Wäsche sagen das sogar 100 Prozent der Unternehmen. Die Zuversicht bei der Ertragsentwicklung speist sich aus guten Auftragserwartungen und dem aktuell stabilen Beschaffungspreisniveau.

In Europa wächst die Hoffnung, dass das Schlimmste der Krise überstanden ist. Mehrere EU-Länder zeigten im zweiten Quartal ein zum Teil deutliches Wachstum. In anderen hat sich die Talfahrt zumindest stark verlangsamt. Insgesamt scheinen die europäischen Verbraucher wieder häufiger bereit, mehr Geld auszugeben. Eine echte Trendwende auf dem Arbeitsmarkt ist indessen nicht in Sicht. Auch die Kreditvergabe der Banken ist nach wie vor schwach. Bis zum Erreichen des Vorkrisenniveaus können noch Jahre vergehen.

Da die wichtigsten Exportkunden der Branche dem Euroraum angehören, entwickeln sich die deutschen Exporte von Masche und Mieder nur verhalten. Die Erhöhung des Exportanteils in wachstumsstärkere Regionen der Welt haben sich daher viele Mittelständler ins Pflichtenheft geschrieben. Nach Russland steht nun China im Fokus, und auch die ASEAN-Länder, der arabische Raum und Lateinamerika rücken stärker ins Blickfeld. Auch an afrikanische Wachstumsmärkte wie Nigeria oder Uganda tastet sich die Branche langsam heran.

(Redaktion)