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Wirtschaft | Mi, 10.08.2011 08:59

Maschenindustrie: Umsatzerwartungen für das 3. Quartal gehen zurück

Die Unternehmen der deutschen Maschenindustrie blicken nach einem lang anhaltenden Aufwärtstrend vorsichtiger in die Zukunft. Das ist das Ergebnis der Geschäftsklima-Umfrage von Gesamtmasche im Juli. Die Umsatzerwartungen für das 3. Quartal sind deutlich zurückgegangen – das gilt für das Inland, aber auch für den Export. Unsicherheit über ungelöste staatliche Schuldenprobleme und Anzeichen einer weltweiten Konjunktureintrübung lassen auch die Maschenbranche nicht unberührt.


Der Gesamtmasche Geschäftsklima-Index fiel nach äußerst positiven Werten in den beiden vergangenen Quartalen und einem Allzeithoch von über 28 Punkten auf 4,95 Punkte zurück. Der Teil-Index für Wäsche verminderte sich weniger deutlich auf 13,37 Punkte. Damit liegt das Geschäftsklima zwar nicht im negativen Bereich, bewegt sich aber auf ähnlich moderatem Niveau wie Anfang 2010 kurz nach der Krise. Die Beurteilung der aktuellen Lage fällt dabei spürbar besser aus als die Erwartungen der Hersteller für die kommenden Monate.

Die Kapazitätsauslastung ist bereits im 2. Quartal 2011 leicht zurückgegangen und wird nach Einschätzung der meisten Unternehmen auf dem aktuellen Niveau verharren. Ein Fünftel der befragten Firmen erwartet eine verschlechterte Auslastung. Nachdem im vorangegangenen Quartal fast alle Unternehmen mit zufrieden stellenden Umsätzen gerechnet hatten, gehen jetzt 21 Prozent von einem Umsatzrückgang aus. Im Segment Wäsche glaubt das allerdings nur ein Zehntel der Befragten. Dort erhofft man sich vor allem weitere Impulse aus dem Inlandsmarkt. Zwar dämpfen die Schuldenkrise, eine hohe Inflationsrate und die Angst vor höheren Energiepreisen auch die Erwartungen der deutschen Verbraucher. Dennoch hat die Kauflaune in Deutschland angesichts guter Arbeitsmarktaussichten kaum gelitten, und nach Ansicht der Konsumforscher soll das bis auf weiteres so bleiben.

Mit ihren Erträgen zeigen sich derzeit knapp Dreiviertel der Maschenfirmen zufrieden – 14 Prozent weniger als in der April-Befragung. Im Bereich Wäsche zeigte sich die Ertragsentwicklung zwar bislang stabiler als im Gesamtdurchschnitt der Hersteller. Für das nächste Quartal gehen aber nur zwei Drittel der Unternehmen von gleich bleibenden Erträgen aus. Ein wichtiger Grund dafür dürfte in den gestiegenen Beschaffungskosten liegen, die sich am Markt oft nur teilweise und mit Verzögerung weitergeben lassen.

(Redaktion)