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Wirtschaft | Fr, 11.02.2011 07:50

Maschinenbau im Südwesten auf Erholungskurs

Der baden-württembergische Maschinenbau hat das Jahr 2010 erfolgreich abgeschlossen. Im Dezember stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahr um real 64 Prozent. Die Inlandsaufträge nahmen sogar um 78 Prozent zu. Dabei ist allerdings das sehr niedrige Ausgangsniveau im Dezember 2009 zu berücksichtigen.


Der kräftige Erholungsprozess im baden-württembergischen Maschinenbau hält aber auch unabhängig vom Dezember-Effekt an. So übertrafen die Auftragseingänge im 4. Quartal 2010 das Vorjahresniveau um real 53 Prozent. Im gesamten Jahr 2010 verbuchte der baden-württembergische Maschinenbau ein Auftragsplus von real 45 Prozent. Damit entwickelten sich die Auftragseingänge in Baden-Württemberg noch deutlich dynamischer als im Bundesgebiet mit einem Zuwachs von 36 Prozent.

Der Umsatz in der beschäftigungsstärksten baden-württembergischen Industriebranche hat nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes 2010 um 11 Prozent zugelegt. Auf Grund des bis zuletzt kräftigen Anstiegs der Auftragseingänge dürfte auch 2011 ein Umsatzzuwachs in der Größenordnung von 10 Prozent zu realisieren sein, so VDMA Geschäftsführer Ulrich P. Hermani.

Deutlich verbessert hat sich die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau, die sich im Dezember 2010 mit 85 Prozent wieder im optimalen Bereich bewegte.

Seit Mitte letzten Jahres stellen die Unternehmen auch wieder vermehrt Personal ein. Der Personalaufbau hält sich aber mit rund 3.000 zusätzlichen Stellen bei insgesamt 275.000 Beschäftigten derzeit noch in einem moderaten Rahmen. Um den plötzlichen und kräftigen Auftragsschub zu bewältigen, setzen die Unternehmen vor allem auf eine flexible Anpassung der Beschäftigungskapazität über Zeitkonten und Zeitarbeit. „Bei den enormen Zyklen im Maschinenbau ist die Zeitarbeit ein unverzichtbares Instrument, um Auftragsspitzen abzufangen“, so Hermani.

(Redaktion/VDMA)