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Wirtschaft | Do, 17.11.2011 10:41

Mehr als 41 Millionen Erwerbstätige in Deutschland

Im dritten Quartal 2011 hatten rund 41,2 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Das waren 495.000 Menschen oder 1,2 % mehr als vor einem Jahr. Diese Zahl stellt den höchsten Stand der Erwerbstätigkeit seit der Wiedervereinigung dar. Allerdings fiel der Anstieg zuletzt schwächer aus als im ersten Quartal (+ 1,4 %) und im zweiten Quartal 2011 (+ 1,3 %). Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.


Im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 stieg die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2011 saisonal bedingt um 248.000 Personen (+ 0,6 %) an. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorquartal um 90.000 Personen (+ 0,2 %).

Im dritten Quartal 2011 profitierten die meisten Wirtschaftsbereiche vom Anstieg der Erwerbstätigkeit. Die größten Beschäftigungsgewinne im Vorjahresvergleich gab es weiterhin bei den Unternehmensdienstleistern mit einem Plus von 189.000 Personen (+ 3,6 %), innerhalb der Dienstleistungsbereiche gefolgt von Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit zusammen + 138.000 Erwerbstätigen (+ 1,5 %). Im Baugewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahr um 33.000 Personen (+ 1,4 %), im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) sogar um 143.000 Personen (+ 1,9 %). In der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei nahm die Erwerbstätigenzahl um 9.000 Personen (+ 1,3%) zu. Demgegenüber war bei den öffentlichen Dienstleistern einschließlich Erziehung und Gesundheit im dritten Quartal im Vorjahresvergleich per Saldo ein leichter Rückgang der Erwerbstätigkeit um 10.000 Personen (- 0,1 %) zu verzeichnen. Dieser ist auch durch das Auslaufen der Wehrpflicht bedingt.  Ebenso rückläufig war die Erwerbstätigenzahl bei den sonstigen privaten Dienstleistern mit – 22.000 Personen (- 0,7 %).

Die Zahl der Arbeitnehmer erhöhte sich im dritten Quartal 2011 im Vergleich zum dritten Quartal 2010 insgesamt um 451.000 Personen (+ 1,2 %) auf 36,7 Millionen Personen. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger wuchs im selben Zeitraum um 44.000 Personen (+ 1,0 %) auf rund 4,5 Millionen.

Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hat sich im dritten Quartal 2011 die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen im Vergleich zum dritten Quartal 2010 um 0,2 % auf 358,3 Stunden erhöht. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen - stieg gegenüber dem dritten Quartal 2010 um 1,4 % auf rund 14,8 Milliarden Stunden.

(Redaktion)