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Wirtschaft | Di, 05.03.2013 10:35

Mehr als eine Million offene Stellen im vierten Quartal 2012

Auf dem ersten Arbeitsmarkt gab es im vierten Quartal 2012 bundesweit 1.037.000 offene Stellen. Das sind rund 90.000 Stellen weniger als im vierten Quartal 2011, was einem Rückgang um acht Prozent entspricht. Das zeigt eine repräsentative Arbeitgeberbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).


Der Rückgang beim Stellenangebot betraf allerdings nur Westdeutschland. Hier lag das Stellenangebot mit 863.000 um rund 100.000 Stellen niedriger als im Vorjahresquartal. Dies bedeutet einen Rückgang um zehn Prozent. „Der etwas zurückhaltendere Arbeitskräftebedarf zeigt die anhaltende Verunsicherung der stärker exportorientierten westdeutschen Wirtschaft, bedingt durch die anhaltende europäische Staatsschuldenkrise und die insgesamt schwache internationale Wirtschaftslage“, erläutert IAB-Forscherin Anja Kettner. In Ostdeutschland stieg das Stellenangebot auf um vier Prozent auf 175.000. Damit liegt es wieder so hoch wie im Jahr 2007.

Kleinstbetriebe mit weniger als zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sorgen erneut für Stabilität auf dem Stellenmarkt. Hier gab es insgesamt 409.000 offene Stellen, 18 Prozent mehr als vor einem Jahr. Mittelgroße und große Betriebe suchten dagegen deutlich weniger neue Mitarbeiter.

Im bundesweiten Durchschnitt zeigen sich für alle großen Wirtschaftsbereiche des Verarbeitenden Gewerbes deutliche Rückgänge beim Stellenangebot. Am stärksten sind die Bereiche Chemie, Kunststoff, Glas, Baustoffe (-45 Prozent) und der Bereich Metalle/Metallerzeugnisse (-36 Prozent) betroffen. Demgegenüber gab es mehr offene Stellen im Gastgewerbe (+23 Prozent) und im Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+25 Prozent). Auch der Bereich freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen nahm um 26 Prozent zu.

(Redaktion)