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Wirtschaft | Fr, 25.10.2013 08:44

Mehr Arbeitsplätze in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gab es im zweiten Quartal 2013 fast 5,84 Millionen Arbeitsplätze, das waren 42.600 oder 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit präsentiert sich der Arbeitsmarkt im Südwesten aktuell in stabiler Verfassung. Das teilt das Statistische Landesamt mit.


Baden-Württemberg lag zur Jahresmitte 2013 nach Berlin, Hamburg und Bayern auf Platz vier im Bundesländerranking. Die Spannweite bei der Erwerbstätigenentwicklung reichte dabei von − 0,8 Prozent im Saarland bis + 1,9 Prozent in Berlin. Bundesweit nahm die Zahl der Arbeitsplätze im 2. Quartal 2013 um 0,6 Prozent auf fast 41,8 Millionen zu. Im Vergleich zum Vorquartal betrug der Zuwachs im 2. Quartal 0,8 Prozent.

Im zweiten Quartal gab es wiederum mit Abstand die meisten zusätzlichen Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor. Dort entstanden alleine 40.400 der insgesamt 42.600 Stellen, was einem Plus von 1,0 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert entspricht. Insgesamt arbeiteten im Dienstleistungssektor 3,94 Millionen Erwerbstätige.

Ausschlaggebend für den Zuwachs an Arbeitsplätzen waren in erster Linie die Bereiche „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (+ 1,1 Prozent) sowie „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation“ (+ 0,9 Prozent). Die Erwerbstätigenentwicklung im Bereich „Finanz- Versicherungs- und Unternehmensdienstleister einschließlich Grundstücks- und Wohnungswesen“ stand noch unter dem Eindruck des Stellenabbaus in der Zeitarbeitsbranche und nahm um 1,1 Prozent zu.

Das Produzierende Gewerbe, in dem 1,82 Millionen Personen erwerbstätig sind, spürte dagegen die schwächere konjunkturelle Entwicklung. Dort stieg im zweiten Quartal die Zahl der Arbeitsplätze um 0,3 Prozent. Im Baugewerbe stabilisierte sich dagegen der Stellenzuwachs gegenüber dem Vorjahr und nahm um 0,8 Prozent zu.

Seit dem letzten Tiefststand der Erwerbstätigenzahl im zweiten Quartal 2010 entstanden in Baden-Württemberg insgesamt rund 209.000 Arbeitsplätze. Davon entfielen 148.000 auf den  Dienstleistungsbereich, 60.000 auf das Produzierende Gewerbe und 1.000 auf die Land- und Forstwirtschaft. Im zweiten Quartal 2013 betrug der Anteil der Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor 67,5 Prozent.

Von der günstigen Arbeitsplatzbilanz im Land profitierten alleine die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die 70 Prozent aller Erwerbstätigen ausmachen. Nach neuesten Angaben der Bundesagentur für Arbeit stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Juni 2013 auf mehr als 4,13 Millionen und lag um 1,6 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert.

(Redaktion)