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Wirtschaft | Mi, 13.10.2010 10:02

Mehr Urlauber in Baden-Württemberg

Die seit März 2010 wieder positive Tendenz des baden-württembergischen Tourismusgewerbes setzte sich auch während der Hochsommermonate Juli und August fort. Da in diesen beiden Monaten vor allem in Saisonbetrieben und stark vom Erholungstourismus geprägten Orten regelmäßig innerhalb eines Jahres die höchsten Übernachtungszahlen verbucht werden, sind sie für die Branche von besonderer Bedeutung. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes konnten die Beherbergungsbetriebe mit mehr als acht Betten zum Saisonhöhepunkt 3,58 Millionen Gäste und damit 110.000 mehr als im Vorjahr begrüßen.


Wegen des anhaltenden Trends zu kürzeren Aufenthalten nahm die für die Branche letztlich entscheidende Übernachtungszahl etwas schwächer um 2,8 Prozent oder 281.000 auf 10,16 Millionen zu. Besondere Impulse kamen dabei von den Auslandsgästen, deren Zahl um 8,7 Prozent oder 76.000 auf 950.000 stieg. Durch einen stattlichen Zuwachs um 9,2 Prozent oder 195.000 erreichten die Übernachtungen der internationalen Gäste mit 2,3 Millionen sogar einen historischen Höchstwert für einen Hochsommer.

Allerdings konnten nicht alle Betriebsarten von der insgesamt positiven Entwicklung profitieren. So blieben die Übernachtungen auf Campingplätzen um 1,1 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück, und auch die Vorsorge- und Reha-Kliniken zeigen mit einem erneuten Rückgang um 1,8 Prozent weiterhin Schwächen. Dagegen hat sich die Hotellerie (Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen) als Kernbereich der Branche vom Rückgang des Vorjahres mehr als erholt, denn Dank eines Zuwachses um 5,1 Prozent wurden hier so viele Übernachtungen gebucht wie in noch keinem Hochsommer zuvor.

Dabei erzielten die Gemeinden ohne ein touristisches Prädikat mit 5,4 Prozent deutlich höhere Übernachtungszuwächse als die prädikatisierten Gemeinden (+ 1 Prozent), wobei die Großstädte ab 100.000 Einwohner mit + 9,6 Prozent besonders hervor ragten. Korrespondierend dazu verbuchten in der Gliederung nach den Raumordnungskategorien des Landesentwicklungsplans die Verdichtungsräume (+ 7,2 Prozent) sowie die Verdichtungsbereiche im ländlichen Raum (+ 6,9 Prozent) im Hochsommer 2010 die mit Abstand höchsten Zuwachsraten bei den Übernachtungen.

(Redaktion)