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Wirtschaft | Do, 28.06.2012 09:31

Merkliche Entspannung bei den Verbraucherpreisen in Baden-Württemberg

Im Juni 2012 erhöhte sich der Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent auf einen Indexstand von 112,7 (2005 = 100). Dies ist der niedrigste Anstieg im Südwesten seit November 2010. Damit hat der Preisauftrieb der vergangenen Monate vorläufig ein Ende erreicht. Gegenüber dem Vormonat Mai gingen die Preise um 0,1 Prozent zurück. Das berichtet das Statistische Landesamt.

Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg. (Grafik: Stat. Landesamt)

Verbraucherpreisindex für Baden-Württemberg. (Grafik: Stat. Landesamt)


Die Preisanstiege gegenüber Juni 2011 bei Heizöl (3,3 Prozent) und Kraftstoffen (3,0 Prozent) lagen weiterhin über der Gesamtentwicklung. Bei den Kraftstoffen hat insbesondere der Superbenzinpreis zugelegt (3,5 Prozent), während der Anstieg bei Diesel bei 1,6 Prozent lag. Einen noch deutlicheren Anstieg verzeichneten der Gaspreis mit 6,9 Prozent und der Fernwärmepreis mit 6,0 Prozent. Strom verteuerte sich mit 2,0 Prozent nicht ganz so stark.

Spürbar angezogen haben binnen Jahresfrist die Preise für Nahrungsmittel (4,1 Prozent). Insbesondere Obst (7,6 Prozent), Gemüse (6,2 Prozent), Fleischwaren (5,5 Prozent) und Brot und Getreideerzeugnisse (4,8 Prozent) verteuerten sich spürbar. Allerdings ist bei den Gemüsepreisen zu bedenken, dass im Vorjahr die Folgen der EHEC-Epidemie die Preise für ausgewählte Sorten deutlich dämpften. Deutlich verbilligt haben sich dagegen Speisefette und –Öle (minus 4,4 Prozent): Auch Kartoffeln (minus 11,6 Prozent) wurden deutlich billiger. Bei alkoholfreien Getränken lag der Anstieg bei 3,8 Prozent, während alkoholische Getränke sich um 1,3 Prozent verteuerten.

Bei den Ausgaben rund um das Wohnen (Nettokaltmieten und Wohnnebenkosten) legten die Preise um 0,6 Prozent zu. Bekleidung verteuerte sich um 3,6 Prozent, Heimtextilien um 3,5 Prozent. Bei Schuhen lag der Anstieg bei 3,4 Prozent. Bei den Ausgaben rund um das Reisen haben sich Flugtickets (12,2 Prozent) stark verteuert. Restaurantbesuche legten um 2,4 Prozent, Übernachtungen in Baden-Württemberg um 2,2 Prozent zu. Bei Pauschalreisen stiegen die Preise um 1,8 Prozent. Preisrückgänge gab es dagegen bei Unterhaltungselektronik (minus 9,4 Prozent) und Foto- und Filmausrüstung (minus 6,9 Prozent).

Gegenüber dem Vormonat Mai gingen sowohl der Preis für Kraftstoffe wie auch der Preis für Heizöl jeweils um 2,8 Prozent zurück. Nahrungsmittel verteuerten sich um 1,2 Prozent. Insbesondere Obst wurde um 9,6 Prozent teurer. Bei Bekleidung und Schuhe gingen die Preise um 1,2 Prozent zurück. Bei Übernachtungen in Baden-Württemberg kletterten die Preise um 1,7 Prozent.

(Redaktion)