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Unternehmensnachrichten | Do, 04.03.2010 09:11

Ministerpräsident Mappus weiht neues Voith-Getriebewerk ein

Technologisch anspruchsvollste Antriebslösungen für Züge in aller Welt werden ab sofort in Heidenheim hergestellt. Neben Komponenten für Hochgeschwindigkeitszüge produziert Voith dort in Zukunft auch Getriebe für den Einsatz im Regional- und Nahverkehr.

Eröffneten gemeinsam das neue Voith-Getriebewerk in Mergelstetten (v.l.n.r): Dr. Manfred Bischoff (Aufsichtsratsvorsitzender Daimler AG) Dr. Michael Rogowski (Vorsitzender Gesellschafterausschuss und Aufsichtsrat Voith AG), Ministerpräsident Stefan Mappus, Dr. Hubert Lienhard (Vorstandsvorsitzender Voith AG). (Quelle: obs/Voith AG)

Eröffneten gemeinsam das neue Voith-Getriebewerk in Mergelstetten (v.l.n.r): Dr. Manfred Bischoff (Aufsichtsratsvorsitzender Daimler AG) Dr. Michael Rogowski (Vorsitzender Gesellschafterausschuss und Aufsichtsrat Voith AG), Ministerpräsident Stefan Mappus, Dr. Hubert Lienhard (Vorstandsvorsitzender Voith AG). (Quelle: obs/Voith AG)


Die neue Produktionsstätte nimmt den Betrieb mit einem weiteren Großauftrag aus China auf. Für den chinesischen Hochgeschwindigkeitszug Zefiro, dem Prestigeprojekt der Bombardier CPC Ltd., wurden 2.240 Voith-Getriebe bestellt, die ab Ende diesen Jahres ausgeliefert werden. Sie sind dann im Einsatz in 80 hochmodernen Schnellzügen, die mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 380 km/h in Zukunft Millionen von Chinesen zuverlässig und sicher befördern werden.

"Aus Heidenheim auf die Schienen der Welt" überschrieb Dr. Hubert Lienhard, Vorstandsvorsitzender der Voith AG, in seiner Eröffnungsrede das Prinzip. Er dankte der Politik in Stadt und Land dafür, dass gemeinsam Rahmenbedingungen für das 40 Millionen Euro Investitionsprojekt geschaffen wurden. "Wir haben hier sehr gute Voraussetzungen vorgefunden, um in Zukunft auf über 17.000 Quadratmetern mit rund 230 hochqualifizierten Mitarbeitern Spitzentechnologie 'Made in Germany' weiter zu entwickeln und zu fertigen.", so Lienhard weiter.

"Aus Erfahrung mit anderen Investitionsprojekten wissen wir, dass in Deutschland zu wettbewerbsfähigen Preisen für den Weltmarkt produziert werden kann. Deshalb investieren wir in Heidenheim. Voraussetzung ist, dass Unternehmen in Zusammenarbeit mit Politik und Gewerkschaften weiter an Strukturen arbeiten, die ein Investitionsklima fördern. Dazu gehört - neben Tarifabschlüssen, die zur aktuellen Wirtschaftslage passen - die Bildungspolitik in Deutschland mit Nachdruck voranzutreiben, um auch in Zukunft ausreichend Fachkräfte und Ingenieure auf Spitzenniveau zu haben."

Die Landesregierung trage mit einer konsequenten Politik für den Mittelstand und einer eindeutigen Schwerpunktsetzung auf die Hochschul- und Bildungspolitik aktiv ihren Teil dazu bei, dass Baden-Württemberg auch in Zukunft hervorragende Rahmenbedingungen biete, um Wohlstand und Arbeitsplätze zu erhalten, erklärte Ministerpräsident Stefan Mappus anlässlich der Einweihung. Die Firma Voith setze mit dem neuen Getriebewerk ein Signal, das Mut mache für die Zukunft. "Sie zeigen damit, dass wirtschaftliche Expansion, Investition in zukunftsträchtige Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze auch in schwierigen Zeiten möglich sind und bekennen sich zum Standort Baden-Württemberg", hob Mappus hervor. Innovationsgeist, Solidität, Qualitätsbewusstsein sowie eine besondere Mitarbeiter- und Firmenkultur seien Grundlage für den Erfolg des Unternehmens.

Mit seinem Fertigungsprinzip ist das neue Getriebewerk in Heidenheim-Mergelstetten derzeit weltweit einzigartig. Bei der Konzeption hat Voith Referenzen aus anderen Branchen, z. B. dem Autobau, analysiert und ausgewertet und Erfahrungswerte auf die Produktion im Getriebebau für Schienenfahrzeuge übertragen. Entstanden ist damit ein leistungs- und wettbewerbsfähiges Werk, das sich durch Minimierung von Durchlaufzeiten und Beständen sowie optimierte Arbeitsflüsse und kundenorientierte Prozesse auszeichnet.

(ots)