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Marketing & Personal | Do, 20.08.2015 10:56

Mitarbeitermotivation - Schlüsselfaktor zum Unternehmenserfolg

Jährlich gehen Unternehmen Milliarden Euro durch mangelnde Motivation verloren. In der Gallup-Studie von 2014 heißt es, dass nur jeder siebte Arbeitnehmer glücklich in seinem Job ist. Knapp die Hälfte ist immerhin noch moderat engagiert, der Rest hat dagegen schon teilweise oder ganz die innere Kündigung vollzogen. Dies macht unmittelbar deutlich, wie wichtig Mitarbeitermotivation ist.


Nicht nur das Gehalt zählt

Doch wie funktioniert das mit der Motivation? Anreize über mehr Geld oder zusätzliche Boni wirken oft nur kurzfristig. Vor allem bei qualifizierten Fach- und Führungskräften reicht das Monetäre als Anreizfaktor alleine nicht. Denn das Gehalt ist in der Regel bereits hoch, so dass materielle Grundbedürfnisse abgedeckt sind. Gerade diese Mitarbeiter haben beruflich auch noch andere Vorstellungen - zum Beispiel nach eigenen Gestaltungsmöglichkeiten, Entscheidungskompetenzen, Freiräumen oder Anerkennung. Wenn diese immateriellen Bedürfnisse nicht befriedigt werden, kann auch ein gutes Gehalt nicht für Zufriedenheit sorgen. Demotivation ist dann wahrscheinlich.

Die Bedürfnisse kennenlernen

Ein erster Schritt, um die Motivation zu verbessern, ist die Bedürfnisse besser kennenzulernen. Jeder Mitarbeiter ist von seiner Persönlichkeit anders und führt sein eigenes Leben mit spezifischen Rahmenbedingungen. Beides spielt in die Arbeit mit hinein. Eine berufstätige Frau mit Kindern zu Hause hat andere Bedürfnisse als ein unverheirateter Single. Mag im einen Fall der Wunsch nach Arbeitszeitflexibilität und Abgrenzung im Vordergrund stehen, ist es im anderen vielleicht das Bedürfnis nach Weiterqualifizierung oder berufsnahen Events. Und Tätigkeiten, die ein Mitarbeiter als öde oder stupide empfindet, machen einem anderen womöglich Spaß. Regelmäßige Mitarbeitergespräche können dazu beitragen, die Bedürfnisse zu identifizieren und darauf einzugehen.

Klare Ziele nennen

Motivation hat viel mit klaren Zielen zu tun. Nur wer weiß, was konkret von ihm erwartet wird, kann sich darauf einstellen. Wo Ziele im Unklaren bleiben oder in sich nicht stimmig sind, sind die Mitarbeiter auf Mutmaßungen angewiesen. Das schafft nicht nur Unsicherheit, sondern garantiert auch Frustration - zusammen genommen eine starke Motivationsbremse. Unternehmen haben hier gute Möglichkeiten entgegenzuwirken, insbesondere durch

- klare, eindeutige und erreichbare Ziele;
- Hilfestellung und Begleitung bei der Zielerreichung;
- größtmögliche Informationstransparenz;
- definierte Anerkennung bei Zielerreichung oder -übererfüllung.

Anerkennung und Wertschätzung gefragt

Anerkennung ist ein sehr wichtiger Motivationsfaktor. Sie bedeutet wesentlich mehr als nur Lob. Lob oder Kritik sollten sich immer auf einzelne, konkrete Leistungen beziehen. Anerkennung hängt dagegen eng mit persönlicher Wertschätzung zusammen und ist auf Dauer ausgerichtet. Auch häufiges Lob wird nicht motivierend wirken, wenn es oberflächlich bleibt und nicht mit Anerkennung verbunden ist.

Last but not least kann auch ein angenehmes Arbeitsumfeld zur Motivation beitragen. Freundlich gestaltete Arbeitsplätze, schöne Pausen- oder Ruheräume, die Bereitstellung von Kaffee oder anderen Getränken sowie von Obst sind nur einige Beispiele dafür. Auch in solchen "Kleinigkeiten" kommt die Wertschätzung des Arbeitgebers für seine Mitarbeiter zum Ausdruck. Sie sind eine praktische Form der Anerkennung und sorgen dafür, dass Arbeit Freude macht.

 

(Redaktion)