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Wirtschaft | Mo, 07.01.2013 09:49

Mittelstand erwartet konjunkturelle Erholung

Die Geschäftserwartungen der kleinen und mittleren Unternehmen machten Ende des vergangenen Jahres einen großen Sprung nach oben. Die von der KfW für das zweite Quartal 2013 prognostizierte konjunkturelle Erholung zeichnet sich immer klarer ab. Das ist das Ergebnis des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers für den Dezember 2012.


Gleichzeitig schätzen die Unternehmen die aktuelle Geschäftslage genauso positiv ein wie im November. Angesichts der im Schlussquartal 2012 wahrscheinlich leicht zurückgegangenen Wirtschaftsleistung ist dies ein bemerkenswert gutes Resultat. Durch die positive Einschätzung sowohl der Geschäftserwartungen als auch der aktuellen Geschäftslage verbesserte sich das Geschäftsklima im Dezember um 2,5 Zähler auf 8,1 Saldenpunkte - das beste Ergebnis seit fünf Monaten.

Auch die Großunternehmen setzen für 2013 auf eine konjunkturelle Wende zum Besseren. Dies belegen ihre ebenfalls sehr kräftig nach oben revidierten Geschäftserwartungen. Im Unterschied zum Mittelstand schätzen sie allerdings die aktuelle Geschäftslage geringfügig schlechter ein als im Vormonat. Ihr Geschäftsklima bleibt deshalb auch im Dezember hinter der konjunkturellen Normallage zurück.

Einen maßgeblichen Anteil an der Stimmungsaufhellung hat das Verarbeitende Gewerbe. In beiden Unternehmensgrößenklassen zieht das Industrieklima spürbar an. Angesichts der großen Bedeutung der Industrie für den deutschen Konjunkturzyklus ist diese Entwicklung besonders erfreulich. Die weniger schlechte Stimmung in der zuletzt arg gebeutelten, sehr stark exportorientierten Großindustrie deutet darauf hin, dass sich auch die internationale Nachfrage wieder zu beleben beginnt. Um hier von einer echten Trendwende sprechen zu können, muss die Erholung allerdings in den kommenden Monaten bestätigt werden.

„Die deutschen Unternehmen - Mittelständler wie Großunternehmen - blicken bereits über die aktuelle Schwächephase hinweg und erwarten eine Erholung im Frühjahr. Das untermauert unser Konjunkturbild“, fasst Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW, die zentrale Botschaft des aktuellen KfW-ifo-Mittelstandsbarometers zusammen.

Es sei davon auszugehen, dass das reale Bruttoinlandsprodukt im Schlussquartal 2012 etwas geschrumpft ist und auch im gerade begonnenen ersten Quartal 2013 nur wenig über Stagnation hinauskommt. Ab dem zweiten Quartal dürften aber, sofern sich die Weltwirtschaft weiter erholt und Europa die Krise immer besser in den Griff bekommt, wieder deutlich kräftigere Quartalswachstumsraten zu sehen sein.

„Im Gesamtjahr 2013 ist aufgrund des schwachen Winterhalbjahres 2012/13 und der zunächst noch sehr geringen Investitionsbereitschaft der Firmen dennoch nur knapp ein Prozent Wachstum drin. Erst 2014 könnte es wieder deutlich mehr sein - nicht zuletzt dank des konjunkturellen Schwungs, der sich im Verlauf dieses Jahres voraussichtlich aufbauen wird“, so Zeuner.

(Redaktion)