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Vermischtes | Mo, 28.01.2013 11:41

Mobiles Internet bei Unternehmen in Baden-Württemberg auf dem Vormarsch

Im vergangenen Jahr stellten bereits 26 Prozent der baden-württembergischen Unternehmen zumindest einem Teil seiner Mitarbeiter ein internetfähiges Gerät wie ein Tablet oder ein Smartphone zur Verfügung. Dies berichtet das Statistische Landesamt. Da nicht alle Unternehmen über einen Internetanschluss verfügen, liegt der Anteil bezogen auf die Unternehmen mit Internetnutzung mit 29 Prozent etwas höher. Die starke Dynamik in diesem Bereich wird aus dem zeitlichen Vergleich erkennbar. Im Jahr 2010 hatte der entsprechende Wert noch 12 Prozent betragen. In der relativ kurzen Frist von zwei Jahren hat sich demnach der Kreis der Unternehmen, von denen mobile Internetzugänge geschäftlich genutzt werden, mehr als verdoppelt.

Art der Nutzung tragbarer Geräte mit mobiler Internetverbindung in Unternehmen in Baden-Württemberg 2012. (Grafik: Stat. Landesamt)

Art der Nutzung tragbarer Geräte mit mobiler Internetverbindung in Unternehmen in Baden-Württemberg 2012. (Grafik: Stat. Landesamt)


Wie meist beim Einsatz neuerer Technologien nehmen die größeren Unternehmen auch in diesem Bereich eine Vorreiterrolle ein. Bei den kleinen Unternehmen mit bis zu neun Beschäftigten nutzen 25 Prozent die mobile Internettechnologie. Bei einer Größe von 10 bis 49 Beschäftigten trifft dies mit 48 Prozent nahezu auf die Hälfte zu. Für Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten ist der Einsatz mobiler Internetzugriffe mit 94 Prozent absoluter Standard.

Allerdings kann auch hier nicht jeder Mitarbeiter auf ein entsprechendes geschäftliches Gerät zurückgreifen, denn die Nutzung beschränkt sich auf 21 Prozent der Beschäftigten in Unternehmen dieser Größe. In den kleineren Unternehmensgrößenklassen bewegt sich der entsprechende Anteil in einem relativ engen Bereich von 11 bis 13 Prozent. Bezogen auf alle Beschäftigten der baden-württembergischen Unternehmen verfügen damit 15 Prozent oder jeder siebte Mitarbeiter über ein geschäftliches internetfähiges Endgerät.

Wozu werden die geschäftlich zur Verfügung gestellten Geräte genutzt? Zunächst zeigen die relativ hohen Anteile bzw. die darin enthaltenen Mehrfachnennungen, dass die Internettechnologien ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten eröffnen. So stehen nahezu immer die allgemeinen Nutzungsmöglichkeiten des öffentlichen Internets zur Verfügung. Bei der unmittelbaren geschäftlichen Nutzung hat der Zugang zum firmeninternen E-Mail-Account mit 89 Prozent ebenfalls Standardcharakter.

In deutlich begrenzterem Umfang, aber immer noch zu jeweils mehr als der Hälfte, bestehen ein Zugang zur firmeninternen Geschäftssoftware sowie eine auch ändernde Zugriffsmöglichkeit auf Unternehmensdokumente. Allerdings weisen diese beiden doch eingeschränkteren Zugriffsmöglichkeiten auch auf mögliche Hindernisse hin, die einer geschäftlichen Nutzung mobiler Internetgeräte entgegenstehen können.

So nannten immerhin 56 Prozent der Unternehmen mit Internetzugang mindestens einen Hinderungsgrund, einen Zugriff über Mobilgeräte entweder überhaupt oder in größerem Umfang zu nutzen. 72 Prozent davon sehen dafür in ihrem Unternehmen keinen oder nur einen begrenzten Bedarf. Jeweils ein knappes Drittel verweist auf die hohen Zugangskosten bzw. Sicherheitsrisiken mobiler Internetzugänge. Jedes fünfte Unternehmen sieht technische oder kostenmäßige Schwierigkeiten bei der Integration in die Geschäftssoftware oder Verbindungsprobleme. Weitere, nicht explizit genannte Hinderungsgründe sprechen in jedem siebten Unternehmen gegen einen geschäftlichen Einsatz von Mobilgeräten.

(Redaktion)