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Unternehmensnachfolge | Fr, 14.06.2013 11:55

Möglichkeiten der Nachfolgeregelung

Von: Andreas Dufner

Erfolgreiche Unternehmer sorgen dafür, dass das eigene Unternehmen ertragsstark ist und sich auch zukünftig am Markt behaupten kann. Damit es weiter bestehen kann, muss die Unternehmensnachfolge geregelt werden. Pro Jahr stehen in Deutschland mehrere zehntausend Nachfolgeregelungen, überwiegend wegen Erreichen des Ruhestandsalters, an.


Je nach Ausgangsituation gibt es hier verschiedene Möglichkeiten:

  • Übergabe innerhalb der Familie
  • Übergabe / Verkauf an Mitarbeiter
  • Verkauf an einen betriebsfremden Dritten
  • Geschäftsaufgabe / Liquidation

Die Übergabe innerhalb der Familie ist sicherlich die häufigste Form der Übertragung. Hierbei wird das Unternehmen und / oder Teile des Vermögens innerhalb der eigenen Familie im Zuge einer vorweggenommenen Erbfolgeregelung übertragen. Parallel hierzu werden gegebenenfalls Regelungen für nicht bedachte Familienmitglieder getroffen. Oftmals bilden Beratungsverträge, Rentenzahlungen sowie Erlöse aus Vermietung und Verpachtung einen wichtigen Bestandteil in der Altersversorgung des Übergebenden.

Sofern innerhalb der Familie kein geeigneter Nachfolger vorhanden ist, kommt auch eine Übergabe bzw. ein Verkauf an einen oder eine Gruppe von Mitarbeiter/n in Frage. Damit diese nicht an der Finanzierungsfrage (zu geringes Eigenkapital, fehlende Sicherheiten etc.) scheitert, kommen hier - ergänzend zu Fördermitteln und Landesbürgschaften - häufig auch Verkäuferdarlehen, die gleichzeitig auch eine Kapitalanlage darstellen, oder Rentenregelungen zum Einsatz.

Eine Alternative hierzu ist der Verkauf an betriebsfremde Dritte. Dabei kann es sich um eine Person handeln, die den Betrieb in eigener Verantwortung weiterführt, um einen Investor oder um einen strategischen Partner. Das können Kunden, Lieferanten, befreundete Unternehmen oder Wettbewerber sein.

Falls kein Nachfolger vorhanden ist und auch kein Käufer gefunden wird, bleibt noch die Möglichkeit der Geschäftsaufgabe bzw. Liquidation des Unternehmens. Hierbei kommt es in der Regel - ebenso wie bei einem Verkauf an Familienfremde - zu einer Auflösung der stillen Reserven. Da es sich bei der Nachfolgeregelung um eine insgesamt überaus komplexe und weitreichende Angelegenheit handelt, empfiehlt es sich, frühzeitig kompetente Berater (Steuerberater, Fachanwalt / Notar) mit einzubinden.

Zum Autor: Andreas Dufner ist Geschäftsführer des IBF-Instituts für Betriebsführung AG (www.ibf.de) und berät Kunden zu Themen im Bereich Finanzierung.