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KMU & Freiberufler | Mi, 25.05.2011 09:48

Monitor zeigt künftigen Bedarf an Fachkräften in einzelnen Branchen im Südwesten

Meister, Diplomingenieure oder Fachkrankenschwestern brauchen sich um ihre berufliche Zukunft im Südwesten nicht zu sorgen. Als Küchenhilfe, Regalauffüller, Helfer im Fotolabor oder Industrieelektriker ohne weitere Qualifikation könnte man aber künftig zu den Verlierern zählen. Welche Perspektiven unterschiedliche Berufe in den nächsten Jahren haben, zeigt der IHK-Fachkräftemonitor anhand von Angebot und Nachfrage von Fachkräften bis zum Jahr 2025.


Auf www.fachkraeftemonitor-bw.de können 12 akademische und 37 nichtakademische Berufsgruppen, unterteilt in geringe, mittlere und hohe Qualifikationen, abgerufen werden. Jugendliche können dort erfahren, welche Berufsausbildung besonders zukunftsträchtig und wo ein Mangel an Fachkräften zu erwarten ist. Unternehmen erhalten wertvolle Informationen für die längerfristige Personalplanung.

Demnach wird der Fachkräftemangel schon 2014 einen ersten Höhepunkt erreichen, wenn mit einer Lücke von insgesamt 306.000 Fachkräften in Baden-Württemberg zu rechnen ist. Besonders viele nichtakademische Fachkräfte mit hoher Qualifikation, wie gut qualifizierte Facharbeiter, Meister und Fachwirte werden von den baden-württembergischen Unternehmen stark nachgefragt werden. Laut Fachkräftemonitor wird der Mangel bei akademischen und nichtakademischen Fachkräften im Verhältnis von etwa 1 zu 9 stehen.

Laut Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart ist es erforderlich, das gesamte gesellschaftliche Potenzial zu nutzen, um dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. „Wir müssen dafür sorgen, dass Bildung und lebenslanges Lernen viel stärker als bisher bei jedem Einzelnen ins Bewusstsein gerückt werden“, erklärt IHK-Präsident Dr. Herbert Müller. Der Fachkräftemonitor zeige deutlich, dass es Menschen mit geringer oder gar keiner Qualifikation künftig schwer haben werden, ihre Beschäftigung zu sichern.

Der IHK-Fachkräftemonitor liefert für 49 Berufe und Berufsgruppen aus 14 Branchen Trendaussagen über den Fachkräftebedarf der nächsten 14 Jahre. Basis dieser Informationen ist das von den baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern (IHK) 2008 bei der WifOR GmbH, einer Ausgründung des Lehrstuhls von Prof. Bert Rürup an der Uni Darmstadt, in Auftrag gegebene Prognosemodell.

(Redaktion)