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Wirtschaft | Di, 13.12.2011 09:07

Monster Employment Index: Deutschlands Entwicklung ist die beste im europäischen Vergleich

Der Monster Employment Index Deutschland liegt im November 2011 bei 175 Punkten. Im Vergleich mit dem Jahr 2010 ist die Online-Personalnachfrage in Deutschland somit um 30 Prozent gestiegen. Deutschland behält mit diesem Jahresplus seine führende Stellung vor den anderen europäischen Ländern im Index bei. Der Sektor Gastronomie und Tourismus verbucht dabei den größten Jahreszuwachs und auch das Rechtswesen zeigt einen deutlichen Anstieg in der Online-Personalbeschaffung. Den achten Monat in Folge verzeichnet Baden-Württemberg das größte Jahresplus aller Bundesländer.


Der Monatsvergleich zeigt ein Plus von zwei Prozent im deutschen Index. Der Sektor mit dem stärksten Monatsplus von 10 Prozent ist der Freizeitbereich. Am schlechtesten schneidet im November das Baugewerbe ab, mit einem Minus von einem Prozent - der einzige Industriesektor mit einem Monatsrückgang. Alle Berufsgruppen verzeichnen eine verstärkte Personalnachfrage verglichen mit Oktober 2011. Mit neun Prozent werden vor allem verstärkt Fachkräfte in Landwirtschaft und Fischerei gesucht. Ein Blick auf die Regionen zeigt ein Wachstum für Brandenburg von fünf Prozent. Die schwächsten Länder sind Hessen und Hamburg, die von Oktober zu November kein Wachstum verzeichnen.

"Trotz der Probleme in der Eurozone entwickelt sich Deutschland laut Monster Employment Index weiterhin positiv und bleibt das stärkste Land im europäischen Vergleich", sagt Andrea Bertone, CEO von Monster Europa. "Im November verzeichnen einige Industriebereiche deutliche Anstiege, darunter das Rechtswesen, Gastronomie und Tourismus sowie der Freizeitsektor. Durch die Stagnation in einigen Nachbarländern gibt es einen leichten Rückgang im Bereich der industriellen Produktion. Doch der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich stabil: Der Rückgang der Online-Personalnachfrage in einigen Sektoren wird durch das Wachstum in anderen Bereichen ausgeglichen."

Der Monster Employment Index Europa ist eine monatliche Auswertung der Personalnachfrage basierend auf einer Echtzeit-Analyse mehrerer Millionen Online-Stellenangebote auf Unternehmenswebseiten und in Online-Stellenbörsen verschiedener europäischer Länder, darunter auch monster.de. Der Index spiegelt nicht den Trend einer bestimmten Quelle wider, sondern ist eine Zusammenfassung der branchenübergreifenden Entwicklung von Online-Stellenangeboten.

19 der 20 im Index berücksichtigten Sektoren verzeichnen einen Jahreszuwachs im November. Gastronomie und Tourismus (um 49 Prozent gestiegen) ist im Jahresvergleich der Sektor mit dem größten Wachstumsplus. Dieser Anstieg kann auf eine verstärkte Personalnachfrage nach Hilfsarbeitskräften sowie Dienstleistungspersonal und Verkäufer zurückgeführt werden. Transport und Logistik (um 48 Prozent gestiegen) und Produktion (um 41 Prozent gestiegen) verzeichnen ein leicht gesunkenes Wachstum im November-Index. Dennoch bleiben beide unter den fünf führenden Sektoren. Management und Beratung (um drei Prozent gesunken) ist die einzige Branche, die im November einen Rückgang innerhalb des Vorjahresvergleichs verzeichnet.

Alle neun Berufsgruppen, die im Index erfasst sind, verzeichnen in diesem Monat ein Plus im Jahreswachstum. Bürokräfte und kaufmännische Angestellte (um 48 Prozent gestiegen) bleiben Spitzenreiter im Jahresvergleich unter den Berufsgruppen. Dies ist unter anderem auf die starke Online-Personalnachfrage im Bereich Verwaltung und Organisation sowie im Dienstleistungssektor zurückzuführen. Die Gruppe der Handwerklichen und verwandten Berufe (um 43 Prozent gestiegen) bleibt weiter stark und belegt den zweiten Platz unter den Berufsgruppen. Fachkräfte in Landwirtschaft und Fischerei (um 17 Prozent gestiegen) verzeichnet die niedrigste jährliche Wachstumsrate unter den Berufsgruppen im Index (allerdings den höchsten Anstieg im Vergleich zum Vormonat Oktober).

Alle 16 Bundesländer verzeichnen im November einen Anstieg in der Personalnachfrage. Baden-Württemberg (um 54 Prozent gestiegen) liegt mit seinem Jahreswachstum weiterhin an der Spitze der Bundesländer. Hamburg (um drei Prozent gestiegen) verzeichnet den mäßigsten Jahreszuwachs unter den Regionen. Berlin (um 21 Prozent gestiegen) hat sich gegenüber dem Jahreswachstum von 22 Prozent im Oktober kaum verändert. Hessen (um 19 Prozent gestiegen) hingegen verzeichnet die stärkste Abschwächung.

Der Monster Employment Index Europa verzeichnet im November erneut ein Jahreswachstum von 14 Prozent. Deutschland konnte als einziges Land ein starkes Plus von 30 Prozent erzielen. Auf Platz zwei im europäischen Vergleich folgt Großbritannien mit einem Zuwachs von acht Prozent. Belgien, Italien und die Niederlande weisen im November ein negatives Jahreswachstum auf. Das Ingenieurwesen führt den dritten Monat in Folge die industriellen Sektoren an. Der Öffentliche Dienst erreicht seinen Jahreszuwachs vom Vormonat und bleibt damit der Sektor mit der schwächsten Entwicklung.

(Redaktion)