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Wirtschaft | Mo, 17.03.2008 19:38

Moral vs. Okönomie?

Neuerscheinung: Ludger Heidbrink und Alfred Hirsch (Hg.) "Verantwortung als marktwirtschaftliches Prinzip. Zum Verhältnis von Moral und Ökonomie"


Der Band dokumentiert den wirtschaftsethischen Forschungstand und entwirft ein kontroverses Bild des Marktliberalismus auf dem Weg ins 21. Jahrhundert.

Die Debatte um die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Immer mehr Unternehmen handeln nach Leitlinien der "Corporate Social Responsibility" und engagieren sich für öffentliche Belange. Die Selbstverpflichtung auf Regeln der guten Unternehmensführung zählt heute genauso zur unternehmerischen Praxis wie die Einhaltung von Umwelt- und Menschenrechtsstandards. Gleichzeitig wächst die Kritik an Unternehmen, die in Korruptionsskandale verwickelt sind, ihre Bilanzen manipulieren oder Arbeitsplätze abbauen.


Die Beiträge des Bandes versuchen Antworten auf den scheinbaren Widerspruch zwischen "Raubtierkapitalismus" und unternehmerischer Wohltätigkeit zu geben. Sie befassen sich mit neuesten CSR-Konzepten und dem Sozialengagement von Unternehmen, aber auch mit der Verantwortung des Konsumenten und der Zukunft der sozialen Marktwirtschaft.
Der Band entwirft Perspektiven für die globale Marktwirtschaft, die von der Suche nach einer Verbindung von ökonomischer Freiheit und sozialer Verantwortung geprägt ist. Die Beiträge dokumentieren nicht nur den aktuellen Stand der wirtschaftsethischen Forschung, sie liefern auch ein facettenreiches und kontroverses Bild des Marktliberalismus, der auf dem Weg ins 21. Jahrhundert durch die Spannung zwischen Ökonomie und Moral gekennzeichnet ist.


Der Band (Campus Verlag, Frankfurt/Main, 2008, 544 Seiten, 39,90 €) enthält Beiträge von Michael Baurmann, Markus Beckmann, Thomas Beschorner, Markus Breuer, Kai-Uwe Hellmann, Peter Koslowski, Wendelin Küpers, Michael Neuner, Bernd Noll, Hans G. Nutzinger, Reinhard Pfriem, Ingo Pies, Hans Pongratz, Birger Priddat, Walter Reese-Schäfer, Kurt Röttgers, Wolfgang Stark, Horst Steinmann, Andreas Suchanek, Ulrich Thielemann u.a.

Ludger Heidbrink ist Direktor des Center for Responsibility Research am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen.

Alfred Hirsch ist Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen.

Weitere Informationen:

http://www.kwi-nrw.de

 

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)