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Wirtschaft | Fr, 25.04.2008 14:55

Müller: „Bayerischen Mittelstand vor Verpflichtung zu IFRS schützen “

Bayerns Wirtschaftsministerin Müller begrüßt kritische Haltung des EU-Parlaments zu IFRS-Vorschriften für mittelständische Unternehmen


MÜNCHEN Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller begrüßt ausdrücklich die kritische Haltung des Europäischen Parlaments zu den vom International Accounting Standards Board (IASB) geplanten internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS für mittelständische Unternehmen. „Die bislang vorliegenden IFRS-Regelungen berücksichtigen die Strukturen und Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen völlig unzureichend. Insbesondere die hohe Komplexität der Vorschriften sowie die umfangreichen Do-kumentationspflichten stehen einer Anwendung durch mittelständische Unternehmen entgegen“, kritisiert die Ministerin.

Dazu käme eine Reihe ungeklärter Einzelfragen wie die umstrittenen Regelungen zum Eigenkapitalausweis bei Personengesellschaften und Genossenschaften, die im Mittelstand berechtigte Skepsis gegenüber den IFRS nährten. Die Wirtschaftsministerkonferenz habe auf bayerische Initiative hin bereits im Dezember 2006 entsprechende Kritikpunkte des Mittelstands in einem Grundsatzbeschluss deutlich benannt. „Ich werde mich auch zukünftig auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass der bayerische Mittelstand vor einer Verpflichtung zur Anwendung der IFRS geschützt wird. Ich freue mich daher, dass das Europäische Parlament den umstrittenen IFRS-Regeln für KMU eine klare Absage erteilt hat“, betont Müller. Das Europäische Parlament hat gestern mit großer Mehrheit einen entsprechenden Bericht des bayerischen Europaabgeordneten Alexander Radwan angenommen.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie