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| Mo, 07.02.2011 10:41

Neuartige Entwicklung ermöglicht sparsame PCs

Abschluss eines spannenden Projektes an der HTWG Konstanz: Die Entwicklung neuartiger Netzteile für Personal Computer ist gelungen. Jetzt geht es in die Testphase. Zu den Förderern zählen die Stadtwerke Konstanz und das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Ein neuartiges und effizientes Netzteil für PCs stellte Dr. Alexander Kirjuchin (r.) an der Hochschule Konstanz vor. Links Kuno Werner, Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz. Die Stadtwerke haben die Entwicklung gefördert. (Foto: HTWG KN)

Ein neuartiges und effizientes Netzteil für PCs stellte Dr. Alexander Kirjuchin (r.) an der Hochschule Konstanz vor. Links Kuno Werner, Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz. Die Stadtwerke haben die Entwicklung gefördert. (Foto: HTWG KN)


„Sie haben einen extrem großen Schritt gemacht“, bescheinigte Kuno Werner, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Konstanz, den Entwicklern bei der Vorstellung der Ergebnisse. Dr. Alexander Kirjuchin von der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule Konstanz und Professor Dr. Ewgeni Komarov vom Moskauer Energetischen Institut (TU) haben sich bei der Entwicklung eine höhere Effizienz, größere Energieeinsparung und weniger Netzrückwirkung zum Ziel gesetzt. Das ist ihnen gelungen. Ein angenehmer Nebeneffekt der Entwicklung: Das Netzteil braucht keinen Lüfter mehr, die akustische Belästigung entfällt.

Die Optimierung der lüfterlosen Netzteile ist in der Tat signifikant: Während konventionelle Netzteile immer noch rund 30 Prozent der zugeführten Energie in Wärme umwandeln, hat das in Konstanz entwickelte Gerät eine Verlustleistung von lediglich zehn Prozent. Damit hat es „eine sehr hohe Energieausbeute, die zugeführte Energie steht zu 90 Prozent dem Computer für seine eigentliche Aufgabe zur Verfügung“ so Alexander Kirjuchin.

Ein weiterer Vorteil ist, dass das Netzteil weniger Netzrückwirkungen (Netzstörungen) als konventionelle Netzteile hat. „Das wirkt sich auch auf die Lebensdauer anderer Geräte positiv aus, die vom Netz versorgt werden. Außerdem wird mit dem Einsatz der neuen Technik derjenige Teil der Energieverluste im Netz vermieden, der bei konventioneller Technik durch Netzrückwirkungen verursacht wird“, sagt Kirjuchin weiter.

Derzeit werden an der Hochschule Konstanz die Netzteile auf ihre Funktionsfähigkeit im Alltagsbetrieb getestet und weiter optimiert: Sie wurden in 25 PCs eingebaut und werden von Studentinnen und Studenten genutzt. Nach zwei Monaten Dauerbetrieb ist nur ein einziges Netzteil ausgefallen.

Hochschule und Stadtwerke Konstanz sind sich über den Erfolg des Projektes einig. Professor Dr. Gunter Voigt, Vizepräsident für Forschung, bedankte sich für die Unterstützung: „Die Stadtwerke engagieren sich nicht nur in diesem, sondern auch in einem weiteren Projekt zur Entwicklung intelligenter Stromzähler, die über Internet ausgelesen und angesteuert werden können. Die Förderung durch den Energieversorger ist eine hohe Anerkennung, sie ermöglicht Projekte mit Anwendungsbezug, die in Publikationen national Beachtung finden.“

Kuno Werner gratulierte „dem Team der HTWG zu seinem Erfolg“. Die Stadtwerke seien „erfreut, dass das Projekt unterstützt zu haben. Wir tun dies, weil wir mit unseren Energiekonzepten, dem Mobilitäts- und Energieangebot selbst in Sachen Umweltschutz sehr aktiv sind. Mit den Wissenschaftlern der HTWG kooperieren wir, um neue Konzepte zur Energieeinsparung zu entwerfen und zu realisieren.“

(Redaktion/HTWG KN)