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Unternehmensnachrichten | Mo, 29.07.2013 13:56

Neubau des Pharmaunternehmens TEVA in Blaubeuren fertiggestellt

Am 23. Juli 2013 wurde der Neubau für die Produktion von Nasensprays im Blaubeuren-Weiler eingeweiht. Mit aufwendiger Gebäudetechnik wurde die Reinraumproduktion vorbereitet.

Der Neubau von TEVA in Blaubeuren-Weiler ist eingeweiht. Für das Gebäude wurde u. a. ein Reinraumsystem geplant, das die Basis bildet für die zukünftige Produktion von Nasensprays. (Foto: Conplaning)

Der Neubau von TEVA in Blaubeuren-Weiler ist eingeweiht. Für das Gebäude wurde u. a. ein Reinraumsystem geplant, das die Basis bildet für die zukünftige Produktion von Nasensprays. (Foto: Conplaning)


In dem neuen Gebäude werden zukünftig hauptsächlich Nasensprays in sterilem Umfeld produziert. Keine Krankheitserreger dürfen in die Produktionsräume gelangen. Deshalb ist eine anspruchsvolle Gebäudetechnik erforderlich. Für die Gewerke Elektro, Heizung, Lüftung, Kälteversorgung und Sanitär wurde das Ingenieurbüro Conplaning GmbH, Ulm/Neu-Ulm als Planungspartner der Scherr+Klimke AG | Architekten Ingenieure beauftragt. Die Ulmer Spezialisten verfügen bereits über umfangreiche Erfahrungen bei der gebäudetechnischen Ausstattung von Universitätsgebäuden und Forschungseinrichtungen mit Laboratorien.

Von außen ist es nicht zu erahnen, doch wer sich in das Gebäude begibt, wird überrascht sein, welche innovative Gebäudetechnik für die Produktion erforderlich ist. Für die Herstellung der Nasensprays in keimfreier Umgebung haben die Architekten der Scherr+Klimke AG gemeinsam mit der Conplaning GmbH ein wohldurchdachtes Reinraumsystem geplant.

Sechs Lüftungsanlagen sind abgestimmt auf die fünf unterschiedlichen Reinraumklassen. Die Lüftungsanlage der höchsten Reinraumklasse ist mit aufwendigen Schwebstofffiltern ausgestattet, die auch kleinste Staubpartikel aufnehmen können. Von Raum zu Raum ansteigend wird mit einem Raumüberdruck gearbeitet, um Überströmungen der Luft von der reinen zu der hochreinen Raumklasse zu vermeiden. Auf diese Weise kann es zu keiner „Mitnahme“ von Keimen von dem einen in den anderen Raum kommen. Dieses Ziel fand auch bei der Elektroinstallation Berücksichtigung: Der aufgebaute Rauminnendruck darf nicht durch elektrische Leitungen, Schalter oder Steckdosen entweichen.

Selbst die Planung der Beleuchtung wurde den Erfordernissen der Reinraumproduktion angepasst. Die Leuchtstoffröhren sind deshalb in die Decke eingebaut und mit einem dichten Gehäuse abgedeckt. Silikonfugen zwischen Gehäuse und Decke sorgen dafür, dass der Überdruck nicht durch die kleinste Ritze entweicht. Zur Sicherstellung einer keimfreien Produktion wurde darüber hinaus eine neue Dampfanlage an das bestehende Werksnetz angeschlossen. Hier wird Heizdampf erzeugt, der im Produktionsprozess dem Sanitisieren von Reinwassersystemen dient, das heißt, dem Abtöten von Keimen.

(Redaktion)