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Wirtschaft | Mo, 19.05.2008 10:41

Neue Antragsfrist für Innovationsgutscheine läuft ab heute

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerium startet neuen Aufruf


Nachdem die erste Antragsfrist für Innovationsgutscheine mit Erfolg abgelaufen ist, startet das Wirtschaftsministerium heute einen neuen Quartalsaufruf. Dies teilte Wirtschaftsminister Ernst Pfister mit. Bis 30. Juni können kleine Unternehmen beim Wirtschaftsministerium wieder Innovationsgutscheine beantragen.

Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, das in einem zweijährigen Modellvorhaben 2008/2009 Innovationsgutscheine an kleine Unternehmen ausgibt. „Für dieses Modellvorhaben stehen im Rahmen des Zukunftsprogramms Mittelstand jährlich drei Millionen Euro zur Verfügung. Damit sollen zunächst etwa 800 Innovationsvorhaben angeschoben werden“, so Ernst Pfister. Werde das Modellvorhaben erfolgreich abgeschlossen, solle das Instrument der Innovationsgutscheine im Rahmen eines Förderprogramms längerfristig in der Mittelstandsförderung des Landes verankert werden.

„Gerade bei kleinen Unternehmen mit zehn bis 49 Beschäftigten ist es wichtig, ihre Innovationsfähigkeit und Wachstumsorientierung zu stärken, um neue Märkte zu erschließen“, erklärte Ernst Pfister. Sie können sich häufig weder Personal für Forschung und Entwicklung leisten noch externe Leistungen wie Marktrecherchen, Machbarkeitsstudien oder die Erstellung eines Prototypen vorfinanzieren. Mit Hilfe der Innovationsgutscheine können sie sich Unterstützung am nationalen und internationalen Forschungsmarkt einkaufen.

Innovationsgutscheine gibt es zu:

2500 Euro (Innovationsgutschein A) für wissenschaftliche Tätigkeiten im Vorfeld der Entwicklung eines innovativen Produkts oder einer Dienstleistung, zum Beispiel Technologie- und Marktrecherchen, Machbarkeitsstudien, Werkstoffstudien, Designstudien, Studien zur Fertigungstechnik.

5000 Euro (Innovationsgutschein B) für umsetzungsorientierte Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten, die darauf ausgerichtet sind, innovative Produkte und Dienstleistungen bis zur Marktreife auszugestalten, zum Beispiel Konstruktionsleistungen, Service Engineering, Prototypenbau, Design, Produkttests zur Qualitätssicherung, Umweltverträglichkeit.

Beide Innovationsgutscheine sind kombinierbar, so dass eine Förderung von bis zu 7500 Euro gewährt werden kann. Die Förderung deckt beim Innovationsgutschein A bis maximal 80 Prozent und beim Innovationsgutschein B bis maximal 50 Prozent der Kosten ab, die dem Unternehmen von der beauftragten Forschungs- und Entwicklungseinrichtung in Rechnung gestellt werden.

Die Anträge werden von einem siebenköpfigen Innovationsausschuss geprüft.

Die aktuellen Antragsformulare für den zweiten Aufruf sind unter www.innovationsgutscheine.de abrufbar oder können beim Wirtschaftsministerium, Sarah Sauter, Tel.: 0711/123-2615, bestellt und ab sofort auch eingereicht werden.

Quelle: Wirtschaftsministerium