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Unternehmensnachrichten | Fr, 10.05.2013 12:45

Neue Wege der Tiefgaragen-Sanierung

Ein Schmuckstück sollte sie werden, die Tiefgarage des Museums in Biberach/Riß. Modern, sicher, hell, freundlich und – sparsam. Erbaut im Jahr 1987 war die Tiefgarage in die Jahre gekommen und bedurfte nun einer grundlegenden Sanierung. Die Garage bietet auf zwei Ebenen mit einer Gesamtfläche von 8.800 Quadratmetern insgesamt 425 Stellplätze für Pkws. Aufgrund des Alters und der hohen Frequentierung waren bereits 2011 Schäden am Beton festgestellt worden. Der Bauherr, die Stadtwerke Biberach GmbH, wünschte sich ein Sanierungskonzept, das finanzierbar war und gleichzeitig die Reduzierung der Betriebskosten zum Ziel hatte.

Die Conplaning GmbH Ulm/Neu-Ulm hat für die Stadtwerke Biberach eine Tiefgaragensanierung mitgeplant und realisiert, die auch für andere Kommunen beispielhaft sein kann. (Foto: Conplaning)

Die Conplaning GmbH Ulm/Neu-Ulm hat für die Stadtwerke Biberach eine Tiefgaragensanierung mitgeplant und realisiert, die auch für andere Kommunen beispielhaft sein kann. (Foto: Conplaning)


Im Rahmen der Erneuerungsarbeiten 2012 wurde die Tiefgarage komplett entkernt und der Beton saniert. Dabei wurde ein kathodisches Korossionsschutz-System eingebaut, das im Beton vorhandenes Eisen vor weiterer Zersetzung schützt. Die bestehende Sicherheitstechnik in Form einer Sprinkleranlage wurde durch ein Jet-Ventilationssystem ersetzt. Im Notfall wird es durch die flächendeckende Brandmeldeanlage angesteuert und aktiviert. Entstandene Rauchgase werden dann gezielt in einen speziellen Vertikalschacht abgeführt. Durch die Entrauchung entsteht eine rauchfreie Zone, die Besuchern der Tiefgarage eine Fluchtmöglichkeit bietet und gleichzeitig der Feuerwehr einen sicheren Zugang.

Die Brandmeldeanlage wurde mit der ELA-Anlage verknüpft. Diese ermöglicht im Brandfall, vor der eigentlichen Alarmierung durch Sirenen, eine Lautsprecherdurchsage. Neu konzipiert wurden auch die Schnittstellen zwischen Brandmeldeanlage und den Rauchschutztoren. Eine Videoüberwachung ergänzt die Anlagen zur Sicherheit der Nutzer.

Das beauftragte Ingenieurbüro Conplaning GmbH Ulm/Neu-Ulm/Günzburg sorgte sowohl für die Planung der erforderlichen elektrotechnischen Neuerungen als auch für ein kostenbewusstes Lichtkonzept. Dazu gehört eine automatische Lichtsteuerung mit Präsenzmeldern, die Einfahrten und Zugänge auf die Anwesenheit von Personen überwachen. Die gesamte Beleuchtung wird dann bei Bedarf eingeschaltet. Nach einer definierten Zeit ohne Bewegung wird das Licht in Stufen reduziert. Auf diese Weise ist eine optimale Ausleuchtung möglich, ohne die Tiefgarage ständig voll beleuchten zu müssen.

Im Vorfeld der Installation erfolgte die Analyse der optimalen Platzierung der Leuchtmittel. Ausgewählt wurden Longlife Leuchtstoffröhren mit einer Betriebsdauer bis zu 80.000 Stunden. Sie verbrauchen rund 25 Prozent weniger Energie wie herkömmliche Leuchtstoffröhren. Außerdem sind sie mit Industrievorschaltgeräten ausgestattet, die zu einer weiteren Energieersparnis beitragen. Mit diesen Maßnahmen ist es gelungen, die Betriebskosten der Tiefgarage bezüglich des Stromverbrauchs erheblich zu reduzieren.

Zum Abschluss der Sanierungsarbeiten wurde die Tiefgarage farblich neu gestaltet. Ein frischer Weißton reflektiert nun das Licht der Leuchten und lässt die Garage deutlicher heller wirken. Weiß als Grundfarbe musste bereits bei der Verlegung aller Elektroinstallationen berücksichtigt werden, indem zum Beispiel weiß lackierte Kabelrinnen eingesetzt wurden. Eine ansprechende grafische Gestaltung der Ein-, Aus-, Auf- und Abfahrten sowie eine Information mit LED-Schildern zur Belegung der Parkebenen sorgen darüber hinaus für den nun freundlichen Charakter der Tiefgarage. Die ergänzende Ausstattung mit einer Stromtankstelle stellt eine Anpassung an innovative Fahrzeugtechnik dar und ist richtungsweisend für die moderne Tiefgaragenplanung.

(Redaktion)