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Wirtschaft | Mi, 08.05.2013 09:03

Nur jeder zweite Beschäftigte zufrieden mit Arbeitsbedingungen

Die Stimmung unter Deutschlands Arbeitnehmern hat sich verschlechtert. Nur noch 52 Prozent von ihnen sind zufrieden mit ihrem Arbeitsplatz. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Quote um elf Prozentpunkte. Trotz wachsender Unzufriedenheit planen aber nur 43 Prozent der Deutschen 2013 einen Jobwechsel. Das ist ein Rückgang um vier Prozentpunkte gegenüber 2012. Das zeigt die Studie „Jobzufriedenheit 2013“, die im Auftrag der ManpowerGroup Deutschland im April durchgeführt wurde.


Noch größer als die Unzufriedenheit mit dem aktuellen Arbeitsplatz ist bei vielen offenbar die Unsicherheit, ob sie einen besseren finden würden. 48 Prozent aller Studienteilnehmer wünschen sich bessere Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig sagen 57 Prozent, dass sie nicht vorhaben, sich einen neuen Job zu suchen. „Viele wissen nicht, auf welche Stellen sie sich mit ihren Qualifikationen und Erfahrungen überhaupt bewerben können“, sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland.

In letzter Zeit gab es zudem viele Medienberichte über Entlassungen und Sparprogramme großer deutscher Unternehmen. Wer einen Job sicher hat, zögere deshalb, diesen in solch unsicheren Zeiten aufzugeben. „Doch auch wenn die Wechselbereitschaft rückläufig ist – es stehen immer noch 43 Prozent der Arbeitnehmer kurz vor dem Absprung“, warnt Brune die Arbeitgeber.

Die Ursachen für die Unzufriedenheit sind vielfältig. Mit Abstand am häufigsten genannt wird schlechte Bezahlung: 24 Prozent aller Befragten streben eine Beschäftigung an, bei der sie mehr verdienen. 15 Prozent möchten mehr Anerkennung für ihre Leistung bekommen. Dass ihnen ihre aktuelle Tätigkeit keinen Spaß macht, sagen elf Prozent. Von zehn Prozent wird eine mangelnde Abwechslung als Grund genannt. Ein schlechtes Arbeitsklima steht ebenfalls für zehn Prozent im Vordergrund. Für jeden zehnten Befragten ist ein Wechsel in eine andere Region oder ein anderes Land der Grund. Fünf Prozent der Teilnehmer klagen über ein schlechtes Verhältnis zu ihrem Vorgesetzten.

(Redaktion)