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Vermischtes | Mi, 22.08.2012 10:05

Nutzung von Computer, Handy oder Fernseher abhängig von Inhalten und Situationen

Computer, Handy, Tablet und Fernseher finden zunehmend ihre Rolle in der konvergenten Medienwelt. Dabei ist der PC nach wie vor das Gerät, mit dem die meiste Zeit im Internet verbracht wird. Beim Handy steht die mobile Kommunikation im Mittelpunkt. Das Tablet eignet sich besonders zum Medienkonsum, also für Texte oder Audio- bzw. Videoinhalte. Und auch der Fernseher öffnet eine Tür zum Internet. Das sind Ergebnisse des aktuellen TNS Convergence Monitors.


86 Prozent der 14- bis 64-Jährigen nutzen das Internet. Der PC ist dabei nach wie vor das am weitesten verbreitete Endgerät: 85 Prozent – also nahezu alle Internetnutzer – gehen (auch) mit einem PC online. Folglich entfällt auch ein großer Teil der Zeit (85 Prozent), die im Internet verbracht wird, auf den PC.

Wer also mit dem Handy im Internet surft bzw. Apps nutzt (34 Prozent) oder mit dem Tablet online geht (5 Prozent), verzichtet deshalb nicht auf PC und Notebook. Handy und Tablet werden vielmehr zusätzlich genutzt, z.B. als praktischer Helfer für unterwegs. So ist das Handy für 21 Prozent der 14- bis 64-Jährigen zumindest selten auch ein Navigationsgerät. Wer aber ein Smartphone hat, orientiert sich sogar zu 56 Prozent mit Hilfe des Mobiltelefons.

Die Wahl des Endgeräts ist in hohem Maße inhaltsabhängig. Für Online Shopping und Online Banking werden PC und Notebook bevorzugt (42 Prozent bzw. 50 Prozent der PC-Nutzer mindestens einmal im Monat), auch Gaming findet nach wie vor eher auf den größeren Bildschirmen statt (17 Prozent der PC-Nutzer).

Auf dem Tablet werden dagegen besonders häufig klassische Medieninhalte genutzt:

62 Prozent der Tablet-Nutzer rufen mindestens einmal pro Monat aktuelle Nachrichten mit dem Tablet ab, 52 Prozent tun dies einmal pro Woche oder öfter. 49 Prozent schauen sich einmal pro Monat Videoclips auf dem flachen Computer an (wöchentliche Nutzung: 31 Prozent), 20 Prozent den Livestream von TV-Sendungen (wöchentliche Nutzung 15 Prozent).

Im Vergleich zu PC, Notebook und Tablet ist das Handy der ständige, immer verfügbare Begleiter. Es wird insbesondere dazu genutzt, zu kommunizieren und das Geschehen im Freundeskreis zu beobachten oder zu kommentieren. 48 Prozent derer, die mit dem Handy im Internet surfen, sind mindestens einmal im Monat auf sozialen Netzwerken wie Facebook unterwegs (wöchentliche Nutzung: 40 Prozent), 28 Prozent tauschen sich über Instant Messaging-Angebote aus (wöchentliche Nutzung: 22 Prozent), zehn Prozent teilen Inhalte mit anderen (wöchentliche Nutzung: 5 Prozent), z.B. Fotos, die mit dem Handy aufgenommen und sofort gepostet werden.

Auch die Fernsehgeräte werden zunehmend internetfähig – mittlerweile haben fast alle neuen Geräte eine entsprechende Funktion. Dementsprechend schnell wächst die Verbreitung der internetfähigen Endgeräte: In 2011 gaben noch zehn Prozent der 14- bis 64-Jährigen an, einen internetfähigen Fernseher, eine internetfähige Set-Top-Box oder Spielekonsole im Haushalt zu haben. Mittlerweile sind es 17 Prozent. Immerhin bereits bei zehn Prozent ist das Fernsehgerät, die Set-Top-Box oder die Spielekonsole an das Internet angeschlossen, sieben Prozent der 14-64-Jährigen gehen mit dem Fernseher auch ins Internet.

„Die Endgeräte werden immer mehr zu Medienkönnern, die sich für die Nutzung sowohl von Internet, Fernsehen, Radio und „gedrucktem“ Wort eignen“, sagt Andrea Geißlitz, Associate Director bei TNS Infratest. „Der Trend geht trotzdem nicht zu weniger, sondern zu mehr Geräten. Denn jedes Gerät hat spezifische Vorteile und die Nutzer wählen je nach Situation und Inhalt das Gerät, das am besten geeignet ist. Die dynamisch wachsende Verbreitung von Smartphones, Tablets und internetfähigen Fernsehgeräten wird dazu führen, dass immer mehr Menschen über mehr als ein internetfähiges Gerät verfügen. Damit wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Möglichkeit, die verfügbaren Endgeräte miteinander zu vernetzen und überall und mit allen Devices auf Adressbuch, Kalender, Fotos und Medien Zugriff zu haben an Bedeutung gewinnen.“

(Redaktion)