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| Mo, 18.06.2012 08:25

O&S 2012: Besucherplus von mehr als 50 Prozent

Mit einem hervorragenden Ergebnis ist am Donnerstag die O&S 2012 in Stuttgart zu Ende gegangen. 331 Aussteller aus 19 Ländern zeigten Trends und Innovationen in der Oberflächentechnik. Sie belegten eine Fläche von 17.000 Quadratmetern brutto. Vor allem bei den Besuchern verzeichnete die O&S ein Rekordwachstum. 6.897 Besucher aus 39 Ländern informierten sich über umweltgerechte Produkte und Verfahren.

Die diesjährige Messe O&S zog wieder viele Fachbesucher an. (Foto: Messe Stuttgart)

Die diesjährige Messe O&S zog wieder viele Fachbesucher an. (Foto: Messe Stuttgart)


"Es passte einfach alles. Die O&S hat mit den richtigen Themen gepunktet, neue Formate erfolgreich umgesetzt und mit Rekordmarken bei Ausstellern, Fläche und Besuchern überzeugt", sagte Oliver Frese, Geschäftsbereichsleiter bei der Deutschen Messe AG, Hannover, zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung. "Mit einem Plus von mehr als 50 Prozent bei den Besuchern hat die O&S eindrucksvoll ihre Position als internationale Fachmesse für die Oberflächentechnik gefestigt."

Bereits im Vorfeld der O&S wurde deutlich, dass ihr Leitthema "Materialien, Ressourcen, Prozessoptimierung" zum richtigen Zeitpunkt gesetzt war. Im Verlauf der Veranstaltung wurde der Trend zu ressourceneffizienten und umweltschonenden Verfahren an den Messeständen der Aussteller eindrucksvoll belegt. "Die Branche hat ihre Leistungsfähigkeit und Innovationskraft spürbar unter Beweis gestellt", fügt Frese hinzu. "Sie hat gezeigt, welchen Stellenwert die Oberflächentechnik als Schlüssel- und Querschnittstechnologie in nahezu allen Industrie- und Wirtschaftsbereichen einnimmt."

Der starke Besucherzuspruch sorgte für strahlende Gesichter bei den Ausstellern. Die große Zufriedenheit auf Ausstellerseite fasste Christoph Matheis, Hauptgeschäftsführer, Zentralverband Oberflächentechnik (ZVO), Hilden, zusammen: "Nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Besucher stimmt hier. Auf der O&S sind gezielte Abnehmer von Oberflächen vertreten. Wir hatten großen Zulauf an unserem Stand, deutlich mehr als zur letzten O&S im Jahre 2010. In der Tendenz gewinnt diese Messe immer mehr an Bedeutung."

Für den Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA), Frankfurt, zog Dr. Martin Riester, VDMA-Referent Oberflächentechnik, folgendes Fazit: "Das Publikum stellt hier sehr fachspezifische Fragen. Es bedurfte also eines relativ kleinen Gesprächsaufwandes, um die entsprechenden Kontakte und Perspektiven zu erhalten. Der große Vorteil dieser Messe ist, dass verschiedene Disziplinen der Oberflächentechnik präsentiert werden."

Auch die internationale Bedeutung der O&S hat gegenüber der Vorveranstaltung zugenommen. Der Anteil ausländischer Aussteller ist im Vergleich zu 2010 um zwei Prozentpunkte auf 22 Prozent gestiegen und kommt größtenteils aus den europäischen Nachbarländern. Der ausländische Flächenanteil ist um 15 Prozent gestiegen.

Der Anteil ausländischer Besucher lag mit rund 20 Prozent auf dem Niveau der Vorveranstaltung. Die meisten internationalen Besucher reisten aus der Schweiz, Österreich, Frankreich, der Tschechischen Republik, Polen, Niederlande und Schweden an.

Der Anteil der Fachbesucher mit Entscheidungskompetenz für Einkauf und Beschaffung lag bei 91 Prozent. Die Investitions- und oder Kaufbereitschaft der Besucher ist im Vergleich zu 2010 gestiegen, sodass ein gutes Nachmessegeschäft erwartet werden kann. Mehr als Dreiviertel der Entscheider wollen investieren. Davon planen rund 50 Prozent in den nächsten sechs Monaten Käufe zu tätigen. Bei rund 50 Prozent der geplanten Investitionen liegen diese bei über 50.000 Euro.

Die Suche nach Produkten sowie die allgemeine Information über Neuheiten und Trends standen bei den Besuchern an erster Stelle. Im Mittelpunkt des Angebotsinteresses standen Galvanotechnikanlagen, gefolgt von Beschichtungsmaterialien, Analyse-, Mess- und Prüftechnik für die Oberflächentechnik sowie Anlagen zur Reinigung und Vorbehandlung von Oberflächen.

Gleich drei neue Plattformen wurden auf der O&S 2012 präsentiert. So hat der Marktplatz Lohnbeschichtung den Trend aufgegriffen, dass spezialisierte Dienstleister verstärkt Oberflächen "on demand" anbieten. Innovative Lösungen und Produkte aus den Bereichen Lackiertechnik, Strahltechnik und Industrielle Plasma-Oberflächentechnik standen im Mittelpunkt des neuen Gemeinschaftsstandes des VDMA. Darüber hinaus förderte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zum ersten Mal auf der O&S einen Gemeinschaftsstand für junge und innovative Unternehmen.

Zum ersten Mal wurde auf der O&S der Oberflächentechnikpreis "DIE OBERFLÄCHE 2012" verliehen. Mit dem Preis zeichnet das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Stuttgart, Firmen aus, die die Oberflächentechnik-Branche innovativ und nachhaltig mitgestalten. Die "OBERFLÄCHE 2012" in Gold ging an das Stuttgarter Unternehmen Karl Wörwag. Silber errang die Holzapfel Metallveredelung aus Sinn. Bronze ging an das Konsortium Krautzberger, Eltville, Worlée-Chemie, Hamburg, und Caparol Industrial Solutions, Ober-Ramstadt.

"Dass die O&S sowohl bei Ausstellern als auch Besuchern kräftig zugelegt hat, lag zum einen daran, dass die Fachmesse alle Facetten der anwendungsorientierten Oberflächentechnik abbildet", sagte Thomas Walter, Geschäftsbereichsleiter bei der Messe Stuttgart. "Zum anderen wird deutlich, dass unser Konzept, Synergien durch die begleitenden Automotive-Gastveranstaltungen sowie die LASYS zu schaffen, aufgegangen ist."

Die vierte O&S öffnet von Dienstag, 3.Juni, bis Donnerstag, 5. Juni 2014 ihre Tore in Stuttgart.

(Redaktion)