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Wirtschaft | Mi, 15.08.2012 09:06

Online-Stellenangebote verzeichnen weiterhin leichtes Wachstum

Der Monster Employment Index Deutschland liegt Im Juli bei 188 Punkten oder 13 Prozent und setzt damit den moderaten Jahreszuwachs aus dem Vormonat fort. Im europäischen Vergleich führt Deutschland den Index auch in diesem Monat an. Der Öffentliche Dienst weist das größte Wachstum der Sektoren im Vergleich zum Vorjahr auf, dicht gefolgt vom Freizeitsektor.


Ein Blick auf den Vormonat Juni zeigt, dass die Online-Personalnachfrage im Sektor Gesundheitswesen und Sozialarbeit mit einem Plus von zehn Prozent am stärksten gestiegen ist. Der Sektor mit der geringsten Nachfrage ist Management und Beratung. Die meisten Berufsgruppen zeigen verglichen mit dem Vormonat ein positives Wachstum, lediglich Techniker sowie Dienstleistungspersonal und Verkäufer werden nicht verstärkt gesucht.

Alle im Index berücksichtigten Sektoren sehen im Juli einen Jahreszuwachs in der Online-Personalnachfrage. Der Öffentliche Dienst (um 32 Prozent gestiegen) weist seit fünf Monaten die stärkste Nachfrage auf und führt die Sektoren im Vergleich zum Vorjahr an; die meisten Stellenangebote in diesem Sektor richten sich an Akademiker sowie Dienstleistungspersonal und Verkäufer. Der Freizeitsektor (um 25 Prozent gestiegen) behält seine starke jährliche Wachstumsrate im Juli bei und führt damit den im Januar 2011 begonnenen Trend fort. Die Online-Personalnachfrage im Sektor Transport und Logistik (um 6 Prozent gestiegen) ist im Juli rückläufig und verzeichnet die niedrigste jährliche Wachstumsrate seit 27 Monaten. Der Sektor Vertrieb (um vier Prozent gestiegen) kann im Juli das geringste Wachstumsplus verzeichnen.

Alle neun Berufsgruppen verzeichnen im Juli ein Jahresplus. Anlagen- und Maschinenbediener (um 27 Prozent gestiegen) verzeichnen die stärkste Online-Personalnachfrage und belegen bereits den siebten Monat in Folge den Spitzenplatz im Index. Die Nachfrage nach Technikern (um 5 Prozent gestiegen) wächst im Vergleich zu den Vormonaten weniger stark, weist den 27. Monat in Folge jedoch noch immer ein stabiles Wachstum auf. Dienstleistungspersonal und Verkäufer (um 4 Prozent gestiegen) verzeichnen den schwächsten Jahreszuwachs. Die Nachfrage nimmt jedoch vor allem im Öffentlichen Dienst und im Sektor Dienstleistungspersonal und Verkäufer wieder stärker zu.

15 der 16 im Index berücksichtigten Regionen verzeichnen im Juli ein Wachstumsplus in der Online-Personalnachfrage. Baden-Württemberg (um 19 Prozent gestiegen) behält seine führende Position im Index weiter bei. Das kann auf eine starke Nachfrage in den Sektoren Rechnungs- und Steuerwesen, Ingenieurwesen, Management und Beratung sowie Produktion zurückgeführt werden. Das Saarland (um 16 Prozent gestiegen) verzeichnet sein größtes Wachstumsplus seit vier Monaten. Die Online-Personalnachfrage in Schleswig-Holstein bleibt auf dem Niveau des Vorjahres. Hier gibt es vor allem Online-Angebote im Ingenieurwesen und im Sektor Management und Beratung.

Der Monster Employment Index Europa zeigt im Juli ein Jahreswachstum von zwei Prozent, ähnlich dem Juni-Zuwachs von einem Prozent. Deutschland führt mit einem Wachstumsplus von 13 Prozent weiterhin den Index im europäischen Vergleich an, während Schweden kein Wachstum verzeichnet. Die Niederlande, Frankreich, Italien, Belgien und Großbritannien verzeichnen im Vorjahresvergleich eine rückläufige Online-Nachfrage nach neuen Mitarbeitern.

„Deutschland kann auch im Juli ein Wachstum im Index verzeichnen und setzt den positiven Trend trotz abgeschwächter Zuwachsraten fort. In den kommenden Monaten bleibt es abzuwarten, ob und wie die wirtschaftlichen Erwartungen einen Einfluss auf die Online-Personalbeschaffung haben werden“, sagt Bernd Kraft, Vice President General Manager Central Europe von Monster. „Nichtsdestotrotz geht der Wettbewerb um Fachkräfte weiter. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Online-Personalnachfrage in allen Sektoren zugenommen. Der Öffentliche Dienst, der Freizeitbereich und der Marketingsektor verzeichnen dabei den größten Nachfragezuwachs.“

(Redaktion)