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Vermischtes | Fr, 21.03.2014 13:09

Optimismus für Wirtschaft und Arbeitsmarkt steigt an

Die Zuversicht der Bundesbürger ist ungetrübt. Beim Gedanken an die Zukunft Deutschlands hat sich der Stimmungspegel im ersten Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar leicht um drei Prozentpunkte erhöht. Am meisten beflügeln die Aussichten für die Wirtschaftslage. Auch der Blick auf die zukünftigen Entwicklungen im persönlichen Leben stimmt die Menschen optimistisch: Zwei von drei Bundesbürgern antworten auf die Frage, wie sie ihrer persönlichen Situation in den kommenden zwölf Monaten entgegensehen „mit Zuversicht“ oder „mit großer Zuversicht“. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der repräsentativen Befragungen zur Allianz Zuversichtsstudie, einem Gemeinschaftsprojekt der Allianz Deutschland AG und der Universität Hohenheim.


Hinsichtlich der Wirtschaftslage hat sich die Stimmung im Vergleich zum Frühjahr 2013 zweistellig verbessert. Zugleich war sie seit Studienbeginn innerhalb eines Quartals noch nie so stabil wie in den ersten drei Monaten dieses Jahres (jeweils 48 Prozent). „Der Ausblick für die Konjunktur ist heute besser als vor einem Jahr“, sagt Dr. Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz. „Wir haben in den letzten Monaten eine zunehmend positive Entwicklung gesehen. Aktuell weisen die Wirtschaftsindikatoren weiter nach oben. Das stärkt die Zuversicht.“

Für den Stellenmarkt ist die Zuversicht ebenfalls größer als vor einem Jahr (plus acht Prozentpunkte): 34 Prozent der Befragten äußern sich optimistisch wenn es um die zukünftige Sicherheit der Arbeitsplätze in Deutschland geht. „Die Beschäftigungsquote befindet sich auf Rekordniveau und steigt weiter an“, sagt Prof. Dr. Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim, der die Allianz Zuversichtsstudie wissenschaftlich begleitet. „Das gibt Sicherheit und hebt die Laune der Menschen sichtlich.“

Gesunken ist dagegen die Zuversicht für den Umwelt- und Klimaschutz (minus vier Prozentpunkte). „Die Bundesbürger sind kritisch was die Umsetzung der Energiewende anbelangt“, sagt Prof. Dr. Brettschneider. „Der Streit um die Ökostromförderung und die Stromautobahnen dämpft die Stimmung.“

Wenn es um die eigenen Belange geht, ist die Zuversicht der Menschen in Deutschland nahezu unerschütterlich: Zwei Drittel der Befragten zeigen sich für ihr persönliches Leben derzeit optimistisch. Allerdings ist die Stimmung von Januar (71 Prozent) bis März (61 Prozent) sukzessiv gesunken und hat den tiefsten Punkt erreicht, als auf der ukrainischen Halbinsel Krim russische Truppen Stellung bezogen. „Der Konflikt um die Krim schafft Unsicherheit“, meint Prof. Dr. Brettschneider. „Es bleibt abzuwarten ob sich die Entwicklungen am Schwarzen Meer dauerhaft auf die Stimmung der Bundesbürger auswirken werden.“

Mit 80 Prozent erreicht das eigene Zuhause den höchsten Wert und bleibt nach wie vor der Hort der Zuversicht. Der Gedanke an Familie, Partnerschaft und Kinder stimmt 70 Prozent der Menschen positiv. Der eigene Job wird von 64 Prozent der Befragten als sicher empfunden. „Angesichts der hohen Beschäftigungsquote ist auch die Zuversicht für die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes hoch“, sagt Prof. Dr. Brettschneider von der Universität Hohenheim.

Im regionalen Vergleich zeigen die Niedersachsen im ersten Quartal 2014 bundesweit die größte Zuversicht: Für die Zukunft Deutschlands äußern sich 54 Prozent der Bewohner optimistisch, für das persönliche Leben sind es sogar 75 Prozent. Diese Werte erreicht aktuell keine andere Region in Deutschland.

(Redaktion)