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Wirtschaft | Mo, 27.02.2012 08:18

Outsourcing: Einsparungspotential steht für deutsche Unternehmen im Vordergrund

Kosten zu senken liegt bei deutschen Unternehmen im Trend: Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Unternehmen nennen Einsparungen als wichtigsten Punkt für Outsourcing-Entscheidungen. Das ist ein Anstieg um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ebenfalls als besonders wichtig wird die Kostentransparenz angesehen, die im Zuge der Auslagerung von Geschäftsprozessen mit dem Dienstleister vereinbart wird. Gut jeder dritte Entscheider ist von den damit verknüpften Vorteilen überzeugt. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie "Erfolgsmodell Outsourcing 2011" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.


Befragt nach dem Einsparpotenzial, das mit Auslagerungsprojekten erzielt werden kann, zeigt sich die große Mehrheit der Unternehmen optimistisch. 61 Prozent rechnen mit Einsparungen von 20 bis über 50 Prozent. Aufgeschlüsselt nach Branchen sind an erster Stelle die Banken von den realisierbaren Chancen überzeugt, mit Hilfe von Outsourcing-Maßnahmen Kosten senken zu können.72 Prozent der Branchenentscheider rechnen mit Einsparmöglichkeiten von 20 bis 40 Prozent. Bei den Energie- und Wasserversorgern geht 55 Prozent von einer entsprechenden Einsparquote aus - im Handel dagegen nur knapp jeder dritte Entscheider.

Mit Blick auf die unterschiedlichen Outsourcing-Segmente zeigt sich eine interessante Marktsituation bei der Auslagerung von Geschäftsprozessen (BPO). Denn obwohl bei Auslagerungsprojekten häufig das Lohnkostengefälle zu Standorten außerhalb Deutschland nutzbar gemacht werden soll, spielen Near- und Offshore-Lösungen in diesem Segment nur eine geringe Rolle. 65 Prozent der Unternehmen entscheiden sich bei ihren BPO-Projekten für Onshore-Dienstleister am Standort Deutschland.

"Bei BPO-Projekten in Deutschland sind wesentliche Kostenreduzierungen nur über Personalverlagerung sowie Prozess- und Strukturoptimierung zu erzielen", sagt Dr. Stefan Schlöhmer , Outsourcing-Experte von Steria Mummert Consulting. "Würden sich die Anwender jedoch für Offshore-Lösungen entscheiden, könnten sehr viel höhere Kostenreduzierungen erreicht werden. Denn das absolute Lohnkostengefälle würde vom Dienstleister an den Anwender weitergegeben. Insgesamt wäre der Business Case des BPO-Vorhabens profitabler", so abschließend Dr. Schlöhmer.

Für die Studie wurden 207 IT-Entscheider, Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und CIOs aus Unternehmen ab 100 Mitarbeitern aus verschiedenen Branchen und der öffentlichen Verwaltung befragt.

(Redaktion)