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Wirtschaft | Fr, 29.05.2009 10:11

Plan zur Rettung des Merckle-Imperiums steht

Die Firmen der Unternehmensgruppe des Großindustriellen Adolf Merckle, der im Januar Selbstmord begangen hatte, haben gute Aussichten, gerettet zu werden. Die Mehrzahl der 61 Gläubigerbanken hat sich bereits am 11. Mai auf ein Restrukturierungskonzept der verschuldeten Gruppe verständigt. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die an diesem Freitag erscheint.


Der Plan, der manager magazin vorliegt, sieht im Kern Folgendes vor: Bis Ende Januar 2011 soll Familienerbe Ludwig Merckle Kredite in Höhe von 8,4 Milliarden Euro an die Banken zurückzahlen. Im Gegenzug werden die Geldgeber den beiden Merckle-Gesellschaften Ratiopharm und Phoenix zusätzliche Mittel in Höhe von 430 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Für die Begleichung der Bankschulden werden Treuhänder bis zu drei Firmen der Gruppe verkaufen: den Arzneimittelhersteller Ratiopharm, den Baustoffhersteller HeidelbergCement und den Pharma-Großhändler Phoenix. Teile der Erlöse fließen an die Familie Merckle. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hatte zuvor in einem Gutachten die Sanierungsfähigkeit der drei Gesellschaften bescheinigt.

Allerdings wird sich die ursprünglich für Ende Mai geplante Einigung der Banken zumindest um einige Tage verzögern. Offenbar konnten bislang einzelne Bedingungen, an die der Sanierungsplan geknüpft ist, noch nicht erfüllt werden.

(Quelle: manager magazin)