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Wirtschaft | Di, 11.10.2011 13:38

Positive Entwicklung des Tourismus in Baden-Württemberg hält an

Die seit März 2010 anhaltend positive Tendenz des baden-württembergischen Tourismusgewerbes setzte sich auch in den Hochsommermonaten Juli und August 2011 fort. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes konnten die Beherbergungsbetriebe mit mehr als acht Betten in diesen beiden Monaten trotz der nicht immer idealen Witterungsbedingungen 3,84 Mill. Gäste begrüßen, 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr.


Die für die Branche letztlich entscheidende Übernachtungszahl nahm wegen des anhaltenden Trends zu kürzeren Aufenthalten deutlich schwächer um 3,7 Prozent auf 10,53 Mill. zu. Rein rechnerisch verbrachte ein Gast in diesem Hochsommer damit noch 2,7 Nächte in der gleichen Unterkunft – nach 2,8 Nächten im vorhergehenden Juli und August bzw. 3,2 Nächten vor 10 Jahren. Zwar trugen auch die Gäste aus Deutschland mit Zuwächsen bei den Ankünften um 6,8 Prozent auf 2,81 Mill. und bei den Übernachtungen um 2,4 Prozent auf 8,04 Mill. zu dieser positiven Entwicklung bei. Die stärkeren Impulse gingen aber wie bereits im Vorjahr von den Gästen aus dem Ausland aus. Ihre Anzahl erhöhte sich nämlich um 8,6 Prozent auf 1,03 Mill., und auch ihre Übernachtungen stiegen überdurchschnittlich um 8 Prozent auf 2,49 Mill..

Allerdings verbergen sich hinter diesen Gesamtergebnissen zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Marktsegmenten. So blieben die Übernachtungen auf Campingplätzen (– 5 Prozent), in Vorsorge- und Reha-Kliniken (– 3,4 Prozent) sowie in Erholungs- und Ferienheimen (– 1,3 Prozent) hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Dagegen waren Ferienhäuser und Ferienwohnungen mit einem Übernachtungszuwachs um 9,6 Prozent deutlich stärker gefragt als im vorhergehenden Hochsommer. Auch alle Betriebsarten der Hotellerie (Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen) konnten in diesem Hochsommer bei einem Übernachtungsplus von zusammen 8 Prozent deutlich zulegen.

Die Zuwächse konzentrierten sich dabei insbesondere auf die größeren Städte und ihre Umgebung. So verzeichneten die Gemeinden ab 20.000 Einwohner in diesem Hochsommer überdurchschnittliche, die kleineren Gemeinden dagegen unterdurchschnittliche Übernachtungszuwächse. Insbesondere die Großstädte ab 100.000 Einwohner ragten mit + 9,2 Prozent ebenso hervor wie die Verdichtungsräume nach dem Landesentwicklungsplan (+ 8,1 Prozent). Korrespondierend dazu legten die Gemeinden ohne touristisches Prädikat mit +7,5 Prozent deutlich stärker zu als die Kur- und Erholungsorte des Landes, die sich insgesamt mit einem vergleichsweise bescheidenen Plus von 0,8 Prozent zufrieden geben mussten.

Während der Schwarzwald als weiterhin bedeutendstes Reiseziel des Landes sein Übernachtungsergebnis in diesem Hochsommer immerhin um 2,5 Prozent verbessern konnte, verzeichnete die Reiseregion Bodensee-Oberschwaben sogar ein leichtes Minus von 0,7 Prozent. Zu den Gewinnern dieses Hochsommers gehörten dagegen die Region Stuttgart (+ 11,6 Prozent), die Schwäbische Alb (+ 9,5 Prozent) und auch das Nördliche Baden-Württemberg (+ 4,9 Prozent).

(Redaktion)