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Wirtschaft | Do, 17.10.2013 13:04

Positive Entwicklung des Tourismus in Baden-Württemberg

Nachdem im ersten Halbjahr 2013 die negativen Vorzeichen überwogen hatten, verzeichnete das baden-württembergische Tourismusgewerbe zum traditionellen Saisonhöhepunkt in den Hochsommermonaten Juli und August wieder Zuwächse. Das zeigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes.

Die Zahl der Übernachtungen in Baden-Württemberg ist im Hochsommer gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen. (Grafik: Stat. Landesamt)

Die Zahl der Übernachtungen in Baden-Württemberg ist im Hochsommer gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen. (Grafik: Stat. Landesamt)


Demnach konnte die heimische Beherbergungsbranche (Beherbergungsbetriebe ab 10 Betten oder Stellplätzen) im Hochsommer 2013 4,07 Millionen Gäste begrüßen, 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die für die Branche letztlich entscheidende Übernachtungszahl nahm etwas schwächer um 2,8 Prozent auf 11,22 Millionen zu. Rein rechnerisch verbrachte ein Gast in diesem Hochsommer damit wie im Vorjahr 2,8 Nächte in der gleichen Unterkunft.

Durch diese positive Entwicklung in der Hochsaison konnten die Rückgänge des ersten Halbjahrs nahezu ausgeglichen werden. So wurde im Jahresteil bis einschließlich August 2013 die Gästezahl des Vorjahres um 0,1 Prozent knapp übertroffen. Die Übernachtungen lagen im selben Zeitraum noch knapp um 0,2 Prozent unter dem Rekordniveau des Vorjahres.

Zwar trugen in den beiden Monaten Juli und August auch die Gäste aus Deutschland mit Zuwächsen bei den Ankünften um 2,6 Prozent auf 2,95 Millionen und bei den Übernachtungen um 1,8 Prozent auf 8,45 Millionen zu dieser positiven Entwicklung bei. Die etwas stärkeren positiven Impulse gingen aber wie bereits seit Längerem von den Gästen aus dem Ausland aus. Ihre Anzahl erhöhte sich nämlich um 4,6 Prozent auf 1,12 Millionen, und auch ihre Übernachtungen stiegen überdurchschnittlich um 5,8 Prozent auf 2,77 Millionen Mit nahezu einem Viertel aller Übernachtungen erreichte der Anteil der Auslandsgäste damit im diesem Hochsommer ein Niveau wie nie zuvor.

Die Entwicklung zum Saisonhöhepunkt verlief zwar zwischen den verschiedenen Marktsegmenten nicht ganz einheitlich. Gleichwohl überwogen die positiven Vorzeichen deutlich. So blieben bei den Betriebsarten die Übernachtungen lediglich bei den Gasthöfen (− 0,8 Prozent), den Pensionen (− 1 Prozent) und den Vorsorge- und Rehabilitationskliniken (− 1,3 Prozent) jeweils leicht hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Dagegen waren Campingplätze und Hotels garnis mit Übernachtungszuwächsen um 6,4 bzw. 6,2 Prozent deutlich stärker gefragt als im vorhergehenden Hochsommer.

Regional übertrafen im Juli und August alle Reiseziele des Landes das Übernachtungsergebnis des Vorjahres. Deutlich überdurchschnittliche Zuwächse verzeichneten dabei insbesondere der Hegau (+ 8,8 Prozent), die Schwäbische Alb (+ 6,7 Prozent) sowie die Region Stuttgart (+ 6,2 Prozent). Der Schwarzwald musste sich dagegen mit einem relativ bescheidenen Zuwachs um 1,3 Prozent begnügen.

Obwohl sich der Tourismus gerade zum Saisonhöhepunkt traditionell stärker auf eher ländliche Gebiete konzentriert, verzeichneten in diesem Hochsommer die Verdichtungsräume, die Verdichtungsbereiche im Ländlichen Raum sowie die Großstädte und die Gemeinden ohne ein touristisches Prädikat jeweils überdurchschnittliche Übernachtungszuwächse im Bereich um 4 Prozent.

(Redaktion)