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Wirtschaft | Di, 08.03.2011 10:14

Preissteigerung bei Rohstoffen lässt Einkaufspreise in die Höhe schnellen

Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) ist im Februar 2011 auf den höchsten Stand seit seiner Einführung im April 1996 gestiegen. 62,7 Punkte unterstreichen den Höhenflug der deutschen Industrie. Aber: Zugleich schnellten die Einkaufspreise auf ein neues Allzeithoch (88,0). Grund: die lebhafte Verteuerung fast aller Rohstoffe und Vormaterialien.


"Auch wenn die Rekordmarke des EMI für die Robustheit der deutschen Konjunktur spricht, gestaltet sich die Beschaffung in den Unternehmen zunehmend schwieriger", so Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME). Da sich insbesondere Rohöl weiter verteuert, reichen inzwischen immer mehr Unternehmen ihre Mehrkosten an die Kunden weiter. Die Preisspirale dürfte laut Hildebrandt auch die Inflation anheizen.

Aufgrund der boomenden Auftragslage fuhren die Betriebe im Februar 2011 ihre Fertigung abermals kräftig hoch. Der Teilindex Leistung zog von 63,3 im Januar auf aktuell 65,3 an - das ist die stärkste Zuwachsrate seit zehn Monaten. Die lebhaftere Binnennachfrage ließ im Februar das Bestellvolumen der Global Player und der KMU deutlich ansteigen. Gleichzeitig machte sich die wiederbelebte globale Konjunktur mit einem verstärkten Interesse an Gütern "Made in Germany" in den Orderbüchern der Firmen bemerkbar.

Der "Markit/BME-Einkaufsmanager-Index" (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der Index erscheint seit 1996 unter Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), Frankfurt. Er wird von der britischen Forschungsgruppe Markit Economics, London, erstellt. Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland (nach Branche, Größe, Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt). Der EMI orientiert sich am Vorbild des US-Purchasing Manager´s Index (PMI).

(Redaktion/BME)