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| Mi, 13.04.2011 08:59

Premiere für das Werkschaufenster

Am 09. und 10. April präsentierten ca. 30 Designer und Künstler im Rahmen des „Werkschaufensters“ in Stuttgart ihre Kreationen. Bewusst brachen die Veranstalterinnen mit herkömmlichen Präsentationsformen und boten den Besuchern eine komplette „Wohnung“ als Schauraum. So entstand eine harmonische Komposition aus Kunst, Mode, Fotografie, Möbel und Objekte der Alltagskunst – garantiert massenwarefrei.

Sabine Muth (re.) und Karin Dennhardt (2.v.re) führen Besucher durch die Ausstellung. (Foto: Tabea Knabe)

Sabine Muth (re.) und Karin Dennhardt (2.v.re) führen Besucher durch die Ausstellung. (Foto: Tabea Knabe)

Im „Esszimmer“ des Werkschaufensters präsentierten verschiedene Künstler und Handwerker ihre Objekte. (Foto: Tabea Knabe)

Im „Esszimmer“ des Werkschaufensters präsentierten verschiedene Künstler und Handwerker ihre Objekte. (Foto: Tabea Knabe)


Die Veranstalterinnen Carina Ehmann („Carrie-Anne“), Sabine Muth („MontiDesign“) und Karin Dennhardt („An Sichten“) konnten die Premierenschau als vollen Erfolg verbuchen. Sowohl Aussteller/innen, als auch Besucher waren von dem Konzept und der gelungenen Durchmischung von Produkten und Ideen in einer wohnlichen Atmosphäre begeistert.

Die Interaktionen in Form von Mal- und Schmuckworkshops wurden sehr gut angenommen. Das Schnupperangebot zu Yoga und Entspannung von Stefanie Marquetant sowie die Lesung mit Elisabeth Kabatek waren weitere Anziehungspunkte für die Gäste.

Im Eingangsbereich wurden die Besucher von einem Minigarten und einem großformatigen Infoboard zur Idee des Werkschaufensters empfangen. Die Aussteller komplettierten die Wohnatmosphäre - schmückten und dekorierten das Esszimmer und die Küche mit Kräutern und Töpferwaren, Schürzen und Accessoires. Die Wohnzimmer-Passagen erhielten ihren Charme durch  Glaskunst in Form von Sekt und Weingläsern sowie Lampen und Beistelltischen. Das Bad wurde mit Seifen aus Eigenherstellung, einem Toilettenstuhl aus den 30er Jahren und Kulturtaschen erhellt. Wechseltaschen hingen an Garderoben, andere Taschen wurden in eine „Fahrradwerkstatt“ integriert und zeigten so, dass sie ursprünglich Fahrradreifen waren. So konnten die Interessierten sehen, wie aus ausgedienten Fahrradreifen nachhaltiger Nutzen entsteht.

Da mit der gebräuchlichen Präsentationsform aus separaten Ständen gebrochen wurde, erhielten die einzelnen Objekte Werkschau-Anhänger, die mit Informationen zum jeweiligen Label und zur Herstellung versehen waren. Alles was gezeigt wurde, entstand in Deutschland und hauptsächlich in der Region Stuttgart.

Selbst die Bewirtung wurde auf das Konzept abgestimmt: Das Backhaus Deie aus Kirchheim/Teck knetete und buk direkt vor Ort und bereicherte  das Szenario zusammen mit einem Gitarristen.

Ein Teil des gewünschten Synergieeffekts konnte schon vor Ort beobachtet werden: Die Bäcker und der Gitarrist wurden vom Fleck weg für andere Veranstaltungen engagiert. Die Aussteller werden gegenseitig ihren Angebotszirkel erweitern, indem sie ab sofort in ihren Ateliers und Ladengeschäften die Angebote der passenden Partner mit präsentieren.

Impressionen und Informationen zu den nächsten Werkschau-Aktivitäten stehen auf www.Werkschaufenster.blogspot.com zur Verfügung.

(Redaktion)