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Wirtschaft | Do, 04.07.2013 10:24

Reallöhne im ersten Quartal leicht gesunken

Die Reallöhne in Deutschland sind vom ersten Quartal 2012 bis zum ersten Quartal 2013 um durchschnittlich 0,1 Prozent gesunken. Die Nominallöhne erhöhten sich in diesem Zeitraum um 1,4 Prozent, die Verbraucherpreise legten um 1,5 Prozent zu. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.


Der Nominallohnindex spiegelt die Veränderung der Bruttomonatsverdienste inklusive Sonderzahlungen der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder. Der vergleichsweise geringe Anstieg der Nominallöhne im ersten Quartal 2013 zum Vorjahresquartal ist unter anderem auf zwei Effekte zurückzuführen: Zum einen sind die Sonderzahlungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringer ausgefallen. Zum anderen ist die bezahlte Wochenarbeitszeit in diesem Zeitraum zurückgegangen. Der Anstieg der Bruttostundenverdienste ohne Sonderzahlungen lag mit plus 1,8 Prozent über der Wachstumsrate des Verbraucherpreisindex.

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente in Deutschland im ersten Quartal 2013 ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 3.398 Euro brutto im Monat. Die höchsten Durchschnittsverdienste erhielten die Beschäftigten bei Banken und Versicherungen (4.543 Euro), in der Energieversorgung (4.477 Euro) sowie im Bereich Information und Kommunikation (4.475 Euro). Der niedrigste durchschnittliche Bruttomonatsverdienst wurde im Gastgewerbe (2.008 Euro) gezahlt.

Zwischen 2007 und 2012 hat das Lohngefälle zwischen den einzelnen Arbeitnehmergruppen zugenommen. Für Arbeitnehmer in leitender Stellung (15,5 Prozent) und für herausgehobene Fachkräfte (12,8 Prozent) lagen die Steigerungen der nominalen Bruttomonatsverdienste über dem Durchschnittswert aller Arbeitnehmer (12,2 Prozent). Fachkräfte (10,9 Prozent), angelernte Arbeitnehmer (10,0 Prozent) und ungelernte Arbeitnehmer (9,8 Prozent) konnten zwar auch die Steigerung der Verbraucherpreise kompensieren (8,3 Prozent), hatten aber nur unterdurchschnittlich hohe Wachstumsraten.

(Redaktion)