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Wirtschaft | Di, 24.03.2015 13:12

Reallöhne um 1,5 Prozent gestiegen

Der Reallohnindex in Baden‑Württemberg ist im Jahresdurchschnitt 2014 um 1,5 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, konnte damit im vergangenen Jahr ein höherer Reallohnzuwachs als noch in den beiden Vorjahren 2012 (+1,4 Prozent) und 2013 (−0,7 Prozent) ermittelt werden. Der Reallohnindex beschreibt die preisbereinigte Bruttoverdienstentwicklung (inklusive Sonderzahlungen) der vollzeit-, teilzeit- und geringfügig Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Baden‑Württemberg.


Der Anstieg der Reallöhne resultiert dabei jedoch nicht vorrangig aus einem überdurchschnittlichen Anstieg der Nominallöhne (Bruttomonatsverdienst einschließlich Sonderzahlungen), sondern ist vor allem auf den geringen Anstieg der Verbraucherpreise zurückzuführen. Während der Zuwachs bei den Nominallöhnen mit einem Plus von 2,4 Prozent im Landesdurchschnitt zwar deutlich höher lag als im Vorjahr (+0,7 Prozent), im längerfristigen Vergleich aber eher moderat ausfiel, lag die Inflationsrate im Jahr 2014 bei unterdurchschnittlichen 0,9 Prozent.

Hinsichtlich der Geschlechter gab es keine erkennbar ungleiche Verdienstentwicklung im vergangenen Jahr. Die Nominallöhne von Frauen und Männern sind im Jahresdurchschnitt 2014 gleichermaßen um 2,4 Prozent gestiegen. Abweichende Verdienststeigerungen konnten dagegen in Bezug auf Qualifikation und Tätigkeit der Beschäftigten beobachtet werden. Während die Nominallöhne von Fachkräften bzw. herausgehobenen Fachkräften um rund zwei Prozent gestiegen sind, betrug bei Führungskräften in leitender Stellung das Plus 4,4 Prozent. Die Nominallohnsteigerungen von geringer qualifizierten Beschäftigten lagen dagegen mit 1,0 Prozent (angelernte Arbeitnehmer/-innen) und 1,5 Prozent (ungelernte Arbeitnehmer/-innen) deutlich darunter.

Insgesamt schwächte sich der Nominallohnanstieg aller Beschäftigten im Jahresverlauf 2014 merklich ab. Während in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2014 bei den Nominallöhnen noch vergleichsweise hohe Zuwächse von 2,8 und 3,4 Prozent gegenüber den Vorjahresquartalen ermittelt werden konnten, fiel die Steigerung im 3. und 4. Quartal 2014 mit 1,8 bzw. 1,6 Prozent spürbar niedriger aus.

(Redaktion)