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Wirtschaft | Mi, 21.07.2010 09:43

Region Neckar-Alb: Wieder Schwung im Ausfuhrgeschäft

Die regionale Exportwirtschaft musste im vergangenen Jahr einen herben Einbruch hinnehmen. Nach dem ersten Halbjahr macht sich bei den auslandsaktiven Unternehmen der Region Erleichterung breit. Der Exportschwung kehrt zurück.


Die neuesten Zahlen des Statistischen Landesamtes untermauern dies: Die Unternehmen des produzierenden Gewerbes aus der Region Neckar-Alb haben im ersten Quartal 2010 bei den Exporten ein Plus von 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal erzielt. Insgesamt wurden Waren im Wert von 1,63 Milliarden Euro ausgeführt. 

Der Zuwachs ist auf die lebhaften Auftragseingänge von Ländern außerhalb der EU zurückzuführen. So verbucht die IHK für das erste Halbjahr ein Plus von 17 Prozent bei den Ursprungszeugnissen und beglaubigten Handelsrechnungen. Dies sind Exportdokumente, die von vielen Ländern außerhalb der EU beim Import von Waren verlangt und von den IHKs ausgestellt werden. Besonders viele Bescheinigungen wurden für Brasilien, Russland, Indien und China, die so genannten „BRIC-Staaten“, sowie die Länder des arabischen Raums und die Türkei ausgestellt. Die Carnets nahmen sogar um 28,5 Prozent zu. Solche Zollpassierscheine werden eingesetzt, wenn Waren nur vorübergehend ausgeführt werden, zum Beispiel für eine Messe. 

Auch die Mitglieder des Außenwirtschaftsausschusses der IHK Reutlingen bestätigten bei ihrem jüngsten Treffen bei der Schwörer Haus KG die Erholung im Exportgeschäft. Innerhalb der EU-Länder entwickelt sich Deutschland demnach zur Konjunkturlokomotive. Viele in der Krise zurückgestellte Projekte werden wieder aktuell und die inzwischen leeren Lager aufgefüllt. Positive Entwicklungen melden der Maschinenbau, die Messtechnik, die Kfz-Zuliefererindustrie und die Elektrotechnik. Auch konsumnahe Bereiche spüren eine deutliche Belebung des internationalen Geschäfts. „Ob sich die positive Entwicklung im Herbst  fortsetzt, ist schwer vorherzusagen, da die Aufträge je nach Branche immer kurzfristiger eingehen und die Auftragsbestände generell niedrig sind“, sagt Thomas Goes, Vorsitzender des Außenwirtschaftsausschusses. „Der schwache Euro hilft, die heimischen Produkte im Ausland zu verkaufen.“ Insgesamt besteht Zuversicht: Die Unternehmen verstärken ihre Vertriebsanstrengungen, gehen wieder vermehrt auf Messen und sind auf der Suche nach neuen Märkten.

(Redaktion/IHK RT)